Nachwuchsmangel: Warum viele Berliner Betriebe keine Azubis mehr finden

Seit zehn Jahren bildet Handwerksmeister H. Exner in wedding junge Menschen im Bereich Sanitär- und Wassertechnik aus

Der Ausbilder Heiko Exner steht am Montagvormittag vor einer Gruppe junger Männer im Schulungsraum des Weddinger Ausbildungszentrums. "Nur noch wenige Tage, dann haben Sie es geschafft, dann haben Sie Ihre Ausbildung erfolgreich beendet", erklärt der Handwerksmeister. Vorausgesetzt natürlich, dass die Gesellenprüfung bestanden wird. Dafür würden sie nun üben, so Exner.

Dass junge Menschen ihren Traumberuf finden und die Ausbildung auch beenden, sei gar nicht so selbstverständlich, sagt Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, der in das Ausbildungszentrum eingeladen hatte und um Nachwuchs für handwerkliche und kaufmännische Berufe wirbt. Denn wenige Wochen vor Beginn des Ausbildungsjahres im September seien 13.700 Lehrstellen – 6864 in Berlin und 6845 in Brandenburg – noch nicht besetzt. "Wenn wir nicht mehr junge Leute finden, wird sich der Fachkräftemangel schon bald drastisch verschärfen", mahnt Amsinck. Ob demografischer Wandel oder Fragen im Bereich Klimaschutz – diese Herausforderungen bieten jungen Menschen auch Chancen, nachhaltige Berufe zu erlernen.

Die Berliner Morgenpost hat drei Vertreter unterschiedlicher Branchen gefragt, warum es so schwierig ist, Auszubildende zu finden und wie sie ihr Gewerbe attraktiv machen wollen.

"Wie das Wasser in die Wand kommt, das wissen nur die Wenigsten"

Bild Nr. 1:
Kay Kornatzki, Fachgemeinschaft Bau David Heerde


Kay Kornatzki ist Geschäftsführer des Berufsförderungswerks der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg.

Herr Kornatzki, was ist das Haup...

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