Nacht in Berlin: Entlang der M13 liegen die meisten Clubs - eine Fahrt

In den Startlöchern für einen Abend in den Clubs: An der Gustav-Adolf-Straße/Langhansstraße in Weißensee stehen diese beiden Männer in der M13

Seestraße im Laternenlicht der Tramhaltestelle am Virchow Klinikum, kurz vor der Autobahnauffahrt. Freitag 22.45 Uhr. Aufheulende Motorengeräusche in den Ohren, Abgas in der Nase. Das Krankenhaus im Rücken wirkt bedrohlich, ein Klotz aus Beton, von außen völlig unbelebt. Auf der anderen Straßenseite die dichten Bäume in der Dunkelheit. Zwei Pärchen warten auf die M13. Das eine, bepackt mit Rucksäcken, eben von einer Mitfahrgelegenheit ausgestiegen, sieht übermüdet aus. Daneben ein junger Mann und seine Freundin, jugendlich verpickelt. An den Füßen Socken in zu großen, roten Croques. Intensiv zieht er an seiner Zigarette, während sie auf ihr Handy starrt.

Die Tram fährt ein. Die Linie fährt von hier bis zur Revaler Straße. 39 Stationen, 55 Minuten. Durch Wedding, Pankow, Lichtenberg, Weißensee, Friedrichshain. Eine von 250 Linien der BVG und der S-Bahn, die die Gegensätze der Stadt miteinander verbinden und die die Berliner Morgenpost exemplarisch porträtiert. Auf dieser Route zählt man die meisten Clubs, in je einem Kilometer Radius um die Stationen gelegen.

Dieser Artikel entstand mit den Daten unseres interaktiven Haltestellen-Checks

Die Türen schließen, es geht los. Wer ab jetzt dazusteigt, schaut, und das ist wenig überraschend, auf sein Smartphone. Da gibt es auch mehr zu sehen als im Waggon. Fast alle Sitze leer. Auch der Blick nach draußen gibt nicht viel her. Vorbei an längst geschlossenen Läden. 22.57 Uhr, Haltestelle Seestraße, Zivilisation. Nicht ästhetisch, aber lebe...

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