Nächstes BVB-Beben: Stöger geht! Favre Favorit auf Nachfolge

Die peinliche Vorstellung beim 0:6 in München hat offenbar Folgen für Dortmunds Trainer Peter Stöger. Die BVB-Bosse sollen intern beschlossen haben, dass für den Österreicher am Saisonende Schluss ist. Lucien Favre kristallisiert sich als heißer Nachfolge-Kandidat heraus. 

Peter Stöger übernahm den BVB im Dezember 2017

Peter Stöger resignierte nach dem Debakel von München. Mit bemerkenswert offenen Worten ging er mit der Mannschaft und sich selbst ins Gericht. “Es ist vielleicht ganz gut, dass man mal eine richtige Klatsche bekommen hat, dass man alle Steine einmal umdreht”, sagte Stöger. “Da gehört die Position des Trainers zu und die muss ja irgendwann mal bewertet werden und das ist auch gut so. Mein Leben definiert sich nicht darüber, dass ich beim BVB an der Seitenlinie stehe. Ich bin ein sehr aufgeräumter und glücklicher Mensch.”

Das klang schon fast nach Aufgabe. Hat Stöger angesichts der extremen Leistungsschwankungen des BVB die Schnauze voll? “Irgendwann im April wird es eine Entscheidung geben. Klar ist auch, dass es zum jetzigen Zeitpunkt schwierig ist, eine Bewertung und eine Einschätzung abzugeben und logischerweise zu sagen, in welche Richtung es gehen wird. Jeder macht sich seine Gedanken, das gilt für den Klub, für mich, für alle”, sagte er auf Nachfrage der Bild

Sammer sprach sich für Stöger aus

Offenbar muss sich Stöger keine Gedanken mehr machen, was seine Zukunft on Dortmund betrifft. Mehrere dem BVB nahe Medien berichten am Dienstag, dass sich Klubchef Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc beschlossen haben, nicht mit Stöger in die neue Saison zu gehen. Inwieweit Matthias Sammer in seiner Rolle als externer Berater in diese Entscheidung involviert ist, ist nicht bekannt. Zuletzt hatte Sammer als Experte von Eurosport dem BVB geraten, mit Stöger zu verlängern.

Doch der beschämende Auftritt der Schwarz-Gelben in München hat wohl Konsequenzen für den Coach. Zumal es Stöger in den letzten vier Monaten auch nicht gelungen ist, die Mannschaft in die richtige Spur zu bringen. Zwar war er vor dem Klatsche in München in der Liga ungeschlagen, die Spiele des BVB waren aber selten ansehnlich; eine Weiterentwicklung war nicht zu erkennen.

Zudem schied Stöger mit Dortmund in beiden Pokalwettbewerben aus; in der Europa League scheiterte man am international zweitklassigen FC Salzburg.

Favre hat Ausstiegsklausel

Als Nachfolger steht ein Mann parat, der schon im Sommer 2017 heißer Trainer-Kandidat in Dortmund war: Lucien Favre. Damals verweigerte Favres Klub OGC Nizza dem Schweizer die Freigabe. Nach dieser Saison kann Favre den Ligue-1-Klub aber verlassen – für eine feste Ablösesumme in Höhe von ca. drei Millionen Euro. Französische Medien berichten, dass Favre Nizza bereits informiert habe, dass er den Verein im Sommer verlassen will.

Sammer als Berater, Sebastian Kehl als Teammanager und Favre als Trainer – der BVB will sich für die Zukunft neu aufstellen.

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