Vom nachgebenden Dax profitieren

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„Autozulieferer Continental ist exzellent aufgestellt“

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Stratege Sönke Niefünd beschreibt das Phänomen „German Angst“.


Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt


Mit einem speziellen Optionsschein setze ich seit Anfang Juli darauf, dass der Dax mittelfristig deutlich nachgeben wird (WKN: TR030T). Das Derivat münzt Kursverluste des deutschen Aktienbarometers mit einem Hebel von fast sieben in Depoterträge um. In Erwartung sinkender Indexnotierungen mit einem Dax-Ziel von 11.000 Punkten und im Extremfall auch kurzzeitig weniger als 10.000 Punkten innerhalb der nächsten zwölf Monate soll dieses Derivat in sehr schwachen Börsenwochen mit Gewinn wieder verkauft werden. Vorsicht, diese Position ist spekulativer als Aktien und eignet sich nicht als Langfristanlage. Steigt der Dax entgegen meiner Erwartung über die Schwelle von 14.545 Punkten, würde das Papier wertlos verfallen.




Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen


Unser Musterdepot enthält derzeit neben 15 Einzelaktien fünf Zertifikate auf Basis der ausgewählten wikifolios von der innovativen Social Trading Plattform wikifolio.com. Eines davon ist das „SR wisdom capital spekulativ“-wikifolio von Sebastian Reese. Die Stärke von Herrn Reese und seines wikifolios liegt in einem selbstentwickelten aktiven Trading-Ansatz. Dieses wikifolio wurde von uns zwecks Strategiediversifikation bei unserem sonst sehr fundamental ausgerichteten Musterdepot beigemischt. Bisher hat es diese Funktion erfolgreich erfüllt.




Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank


Nach den Kursgewinnen der vergangenen beiden Tage notieren die europäischen Börsen leicht im Minus. Die Berichtssaison der Unternehmen verläuft bislang ordentlich, rund um den schwelenden Handelskonflikt ist es in den vergangenen Tagen ruhig geworden. Der Schweizer Pharmakonzern Roche, den wir als Basisinvestment in unserem Portfolio haben, hat in dieser Woche mit einer Reihe positiver News gepunktet. Die Schweizer überzeugten mit Phase-3-Studiendaten zum Wirkstoff Baloxavirmarboxil bei der Behandlung des Grippevirus. Zudem können sie bei einem Medikament gegen Leberkrebs Erfolge vermelden. Der Aktie von Roche ist zuletzt mit dem Sprung über die 200-Tage-Linie der charttechnische Ausbruch gelungen. Bereits investierte Anleger lassen ihre Gewinne laufen, noch nicht investierten können auf dem aktuellen Niveau zugreifen.




Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.