Nachbeben machen Rettungskräften in Albanien zu schaffen

Der Ort Thumana nördlich der albanischen Hauptstadt Tirana ist von einem schweren Nachbeben erschüttert worden. Es ereignete sich während eines Besuchs des kosovarischen Präsidenten Hashim Thaci. Insgesamt kam es seit dem massiven Erdbeben der Stärke 6,4 vom Dienstag zu mindestens 250 Nachbeben.

Diese erschweren den Rettungskräften die Suche nach Überlebenden. Unterstützt werden sie von Expertenteams anderer Länder wie Italien, Griechenland und Frankreich. Teilweise kommen Suchhunde und Drohnen zum Einsatz. Bislang konnten etwa 45 Menschen lebend aus den Trümmern geborgen werden. Wie viele darunter noch gefangen sind, ist unklar. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

Rund 30 Todesopfer

Das Erdbeben war das stärkste seit Jahrzehnten. Rund 30 Menschen sollen nach jüngsten Angaben ums Leben gekommen sein, 650 weitere wurden verletzt. Für die Ortschaft Thumana wie auch für die westliche Hafenstadt Durres wurde ein 30-tägiger Notstand ausgerufen. Sie hatte es am schlimmsten getroffen.

Hunderte Menschen mussten in Zelten übernachten. Albaniens Ministerpräsident Edi Rama zufolge sollen diejenigen, die ihr Zuhause verloren haben den Winter über in Hotels untergebracht werden.