Nachbarschaftsstreit via Google Earth

Satellitenaufnahme der Stadt Sequim im US-Bundesstaat Washington (Screenshot: Google Earth)

Google Earth ist praktisch, keine Frage. Mit dem Programm können wir die entlegensten Winkel der Erde erkunden, den nächsten Urlaubsort inspizieren oder zurück an Kindheitsorte reisen. Ein US-Amerikaner hat Google Earth nun aber für etwas ganz anderes genutzt.

Wer kürzlich bequem vom Sofa aus mit Google Earth den US-Bundesstaat Washington erkundet hat, dürfte nicht schlecht gestaunt haben. Zwischen Feldern und Wiesen hat sich nämlich eine ganz besondere Botschaft versteckt. Ein Anwohner wollte die ganze Welt wissen lassen, was er von seinem Nachbarn hält – nämlich nicht viel. Wer bei Google Earth in den Bildausschnitt der Stadt Sequim hineinzoomt, sieht klar und deutlich den Schriftzug „A Hole“ (dt.: A….loch) in ein Feld gemäht. Damit auch eindeutig erkennbar ist, wer mit der Beschimpfung gemeint ist, hat der „Künstler“ vorsichtshalber noch einen Pfeil dazugefügt, der in Richtung eines nahegelegenen Hauses zeigt.

Ein Anwohner hat eine klare Botschaft für seinen Nachbarn. (Screenshot: Google Earth)

Das Bild ist erst in diesem Jahr entdeckt worden, obwohl es schon im Juli 2016 aufgenommen wurde. Nutzt man die Funktion bei Google Earth Landkarten im Zeitverlauf, dann sieht man, dass die erste Version der Nachricht sogar schon zwischen November 2011 und 2013 in das Feld gemäht worden ist.

Zeitlich lässt sich der Nachbarschaftsstreit nicht mehr genau rekonstruieren und der Grund des Streits ist auch nicht bekannt. Die Botschaft ist dafür umso deutlicher. Dank Google Earth weiß nun die ganze Welt, was der „Mäh-Virtuose“ aus Sequim von seinem Nachbarn hält. Ob der die Nachricht bei Google Earth auch schon entdeckt hat, ist nicht bekannt.

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