Nach viralem Video: Adoptierter Moderator findet Vater

Ein Video veränderte das Leben des Mannes.(Bild: Getty Images)

Ryan Jon hat nie seine leiblichen Eltern kennengelernt. Der Radiomoderator postete zum Muttertag 2017 ein bewegendes Video, das viral ging. Nun wurde ein Traum wahr: Der Australier traf seinen Vater.

„Ich bin 30 Jahre alt und heute habe ich zum ersten Mal meinen leiblichen Vater getroffen!“ Freude und ungläubiges Staunen waren Ryan Jon gleichermaßen anzumerken. Der australische Radiomoderator postete auf Facebook die frohe Botschaft an seine Fans. Das soziale Netzwerk spielte in dem Fall eine besondere Rolle: Mit einem viralen Video hatte Jons Geschichte überhaupt erst angefangen.

„Hi, ich bin Ryan und ich habe nie meine leibliche Mutter getroffen“ – so begann der Moderator zum Muttertag 2017 seine Botschaft. Mit tränenerstickter Stimme schilderte er, wie gern er seiner biologischen Mutter in die Augen schauen und ihr danken würde: „Sie hat mir mein Leben geschenkt.“ Das Video wurde mehr als elf Millionen Mal angeschaut.

„Seit diesem Video hat sich alles geändert“, berichtete Jon jetzt. In einem professionell produzierten Clip zeichnete er die Ereignisse des vergangenen Jahres nach. Nach dem viralen Hit hatten sich nicht nur viele adoptierte Kinder mit ihren eigenen Geschichten gemeldet. Etliche Zuschauer ermutigten den Australier zu einem DNA-Test. Der ergab, dass Jon zu 99 Prozent europäischen Ursprungs und zu 62 Prozent irischer Herkunft ist.

Die selbsternannte „DNA-Detektivin“ CeCe Moore fand dann – auf nicht näher beschriebene Weise – Jons biologischen Vater, einen US-Amerikaner, der gerade in Großbritannien lebt. Der Sohn schrieb einen Brief, der Vater lud ihn zu sich ein. „Es tut mir so leid, dass ich kein Teil deines Lebens war“, schrieb der bis dato Unbekannte in einer E-Mail, die Jon live vor der Kamera verlas. Das Treffen in London verlief dann auf die bestmögliche Art unspektakulär. „Außenstehende hätten meinen können, dass sich einfach zwei Kumpel auf einen Kaffee treffen“, beschrieb Jon das Kennenlernen.

Sein leiblicher Vater brachte ein wenig Licht in die Vergangenheit. Er hatte als Rucksacktourist eine flüchtige Liebschaft, aus der Jon hervorging. Wer genau seine Mutter ist, weiß der Moderator immer noch nicht. Das nächste Kapitel ist also womöglich nur eine Frage der Zeit.