Nach TV-Eklat von AfD-Kandidatin Weidel: Chef der Jungen Alternative tritt mit Twitter-Post nach

Die Junge Alternative steht hinter AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel. (Bild: dpa)

Markus Frohnmaier, Chef der Jungen Alternative, scheint weiterhin stolz auf die AfD-Kandidatin Alice Weidel zu sein. In einem verächtlichen Post auf Twitter zeigte er, was er von seriösem Journalismus hält.

„Am 24.09. mache ich dich arbeitslos, Mäuschen“, heißt es in einem Twitter-Post von Markus Frohnmaier, der im netztypischen Meme-Charakter gehalten ist. Der Chef der Jungen Alternative nutzte dafür ein Bild von dem Moment, in dem die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel während der ZDF-Talkshow „Wie geht’s, Deutschland?“ das Studio vorzeitig verlassen hatte. Er tritt damit nochmals kräftig nach – denn der Post richtete sich gegen die Journalistin Marietta Slomka.

Was sich Weidel von dem dramatischen Abgang erhofft hatte? Vermutlich Schlagzeilen. Die Schuld an ihrer Reaktion habe Moderatorin Slomka – tatsächlich stürmte die Politikerin allerdings aus dem Raum, weil CSU-Politiker Andreas Scheuer den AfD-Kollegen Björn Höcke als „rechtsradikal“ bezeichnete. Später verteidigte sich Weidel allerdings damit, dass sich Slomka „mit der frechen Intoleranz und der plumpen Argumentation von SPD und Grünen gemeingemacht“ hätte.

Auch Markus Frohnmaier von der Jungen Alternative nutzte seine Internetpräsenz, um gegen Slomka zu schießen. Mit dem Hashtag #MeineChefin signalisierte er, dass er hinter Weidel und ihrer Feindlichkeit gegen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten steht. Auch im Wahlprogramm der AfD heißt es, dass man einen abgespeckten „Bürgerfunk“ etablieren wolle.