Nach Trumps Einreiseverbot: Muslime twittern ihre "gefährlichen" Großeltern

Nach Trumps Einreiseverbot: Muslime twittern ihre "gefährlichen" Großeltern

Nachdem der amerikanische Supreme Court grünes Licht für das von Donald Trump erwirkte Einreiseverbot gegeben hat, wehren sich Muslime weltweit. Im Rahmen einer Twitter-Aktion unter dem Hashtag #GrandparentsNotTerrorists posten sie Bilder ihrer Großeltern, die nach dem neuen Gesetz nicht mehr ins Land dürfen.

Der Iran, Libyen, Somalia, der Sudan, Syrien und der Jemen – sechs Länder, deren Bürger künftig mit einem 90-tägigen Einreiseverbot in die USA belegt werden. Das neue Gesetz, das sich gegen vornehmlich muslimische Nationen richtet, trat am Donnerstagabend in Kraft.

Staatsangehörige der sechs Länder dürfen in Zukunft nur ohne größere Probleme einreisen, wenn sie "bona fide"-Beziehungen zu schon in den USA lebenden Menschen haben. "Bona fide" bedeutet in der Rechtssprache "vertrauensvoll", bzw. "ohne böse Absichten".

Zum Kreis der Menschen, die als "bona fide" gelten, gehören Geschwister, Eltern, Ehepartner, leibliche Kinder und Schwiegertöchter sowie -söhne. Ausgenommen sind demnach Onkel, Tanten, Nichten, Neffen und Großeltern.

Dies haben Muslime nun zum Anlass genommen, ihre "gefährlichen" Großeltern auf Twitter zu posten. Die Bilder zeigen gebrechliche und gutmütig wirkende Menschen, die seit Donnerstag offiziell ihrer Herkunft und Religion wegen von den Vereinigten Staaten ausgeschlossen werden. Eine Userin richtete ihre Wut mit einem Foto von sich und ihrem Opa direkt an den US-Präsidenten: "Hey (Donald Trump), sieht mein Großvater für dich gefährlich aus?"

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Einige US-Staaten hatten sich in der Vergangenheit gegen das Einreiseverbot gestemmt. Hawaii hat nun erneut Berufung eingelegt.