Nach Schulmassaker in Florida: Dieser Satz rührt eine Lehrerin zu Tränen

Wie die meisten Lehrer in den USA kehrte auch Marissa Schimmoeller einen Tag nach dem Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Florida zum Unterricht an ihre Schule zurück. Wovor sie sich dabei am meisten fürchtete? Mit ihren Schülern über diesen schrecklichen Vorfall zu sprechen. Doch die hatten ihr etwas Wichtiges zu sagen – und das trieb der jungen Lehrerin die Tränen in die Augen.

Marissa Schimmoeller sitzt im Rollstuhl (Bild: Facebook/Marissa Schimmoeller)

“Heute war ein echter harter Tag. Es war das erste Mal, dass ich nach einem Schulmassaker arbeiten musste“ – mit diesen Worten beginnt der Facebook-Post von Marissa Schimmoeller, einer Englischlehrerin aus Ohio, die über ihren ersten Arbeitstag nach dem Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland berichtet. “Ich hatte Angst davor, meinen Schülern an diesem Tag zu begegnen und als die ersten in den Klassenraum kamen, drehte sich mir beinahe der Magen um.“

“Kurz nachdem die Stunde angefangen hatte, stellte eine Schülerin die Frage, vor der ich mich gefürchtet hatte, seit die Nachrichten über Florida bekannt wurden”, heißt es in ihrem Beitrag weiter. “Mrs. Schimmoeller, was tun wir, wenn ein Schütze in Ihr Klassenzimmer kommt?” Für eine Lehrerin, die im Rollstuhl sitzt, keine Frage, die so einfach zu beantworten ist.

Dennoch, ihren Schülern an der Jefferson Senior High School sagte sie Folgendes: “Jeder einzelne von euch liegt mir am Herzen und ich werde alles tun, was ich kann, um euch zu schützen. Aber da ich im Rollstuhl sitze, werde ich euch nicht so gut beschützen können, wie es ein anderer Lehrer vielleicht könnte. Und wenn es eine Möglichkeit gibt zu fliehen, möchte ich, dass ihr sie nutzt. Macht euch keine Sorgen um mich. Eure Sicherheit ist meine größte Priorität.”

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Was dann folgte, brachte die Lehrerin komplett aus der Fassung. Eine Schülerin hob die Hand und sagte: “Mrs. Schimmoeller, wir haben bereits darüber gesprochen. Sollte irgendetwas passieren, dann werden wir Sie tragen.”

“Während ich tippe, habe ich Tränen in den Augen“, erklärt Schimmoeller in ihrem Facebook-Post. “Ich möchte, dass meine Familie und Freunde wissen, dass ich weiß, dass es schwer ist, das Gute in der Welt zu sehen, vor allem nach der Tragödie, die wir mitansehen mussten, aber es gibt noch Gutes, wahrhaft Gutes. Heute habe ich es in den Herzen meiner Schüler gefunden.”

Das Netz scheint ebenso gerührt von der Aussage ihrer Schüler zu sein wie Marissa Schimmoeller selbst: Ihr Facebook-Beitrag wurde bereits knapp 45.000 Mal geliked und rund 25.000 Mal geteilt.

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