Nach Rassismus-Vorwurf: H&M-Filialen in Südafrika verwüstet

Nach Rassismus-Vorwurf: H&M-Filiale in Südafrika verwüstet

Die Kleidungskette H&M hat nach ihrer "Der coolste Affe im Dschungel"-Kampagne harsche Kritik einstecken müssen. Auch eine Entschuldigung des Unternehmens beruhigte die Gemüter nicht. In Südafrika kam es zu Protesten und Verwüstungen.

Die missratene Werbekampagne zeigt neben dem Slogan einen schwarzen Jungen und wurde von Menschen verschiedenster ethnischer Wurzeln als rassistisch eingestuft. In einem Statement ruderte die schwedische Modemarke zurück und betonte: "Wir glauben bei allem, was wir machen, an Vielfalt und Inklusion." Auch entschuldigte sie sich bei "jedem, den dies verletzt hat".

Trotzdem kam es in Südafrika zu zahlreichen Protesten gegen H&M. Nach Informationen der "Daily Mail", versammelten sich Kritiker vor den Filialen und trugen Plakate und rote T-Shirts.

Videos, die über die sozialen Netzwerke verbreitet wurden, zeigen, wie aufgebrachte Menschen Plakate und Aufsteller zerreißen sowie H&M-Läden stürmen. Dabei rissen sie Regale um und warfen mit Kleidungsstücken um sich.

H&M war in der Vergangenheit schon des Öfteren beschuldigt worden, für Kampagnen vor allem weiße Modells zu engagieren. Der aktuelle PR-Eklat hat nun jedoch weitreichende Konsequenzen. Neben dem finanziellen Schaden, der durch die Verwüstungen entstanden ist, verlor das Label mit The Weeknd einen Megastar als Werbegesicht.

Unterdessen bot Rapper P Diddy dem kleinen Jungen, der für die H&M-Kampagne fotografiert worden war, einen Model-Vertrag in Hohe von einer Million Dollar an.