Nach Rassismus-Tweet: Das sagt Noah Becker

Nach Rassismus-Tweet: Das sagt Noah Becker

Vor einigen Tagen wurde auf dem Twitter-Account des AfD-Politikers Jens Maier ein Tweet über Noah Becker abgesetzt, der für große Empörung sorgte. Nun hat sich der Sohn von Tennislegende Boris Becker erstmals zum Inhalt des Tweets geäußert.

In besagtem Tweet, der mittlerweile gelöscht wurde, hieß es: "Dem kleinen Halbneger scheint einfach zu wenig Beachtung geschenkt worden zu sein, anders lässt sich sein Verhalten nicht erklären." Laut Maiers Aussage habe nicht er den Tweet verfasst, sondern ein Mitarbeiter. Doch was sagt Noah Becker zu dem Thema?

"Das war eine überraschende erste Woche des Jahres. Aber ich war nicht wirklich verletzt", erzählte der 23-Jährige im Gespräch mit "Vice". "Sowas passiert schon öfter – im Club oder auf der Straße. Wenn die Person vor mir steht, dann trifft mich das härter." Doch es sei seiner Meinung nach frustrierend, "dass Menschen in Machtpositionen heute immer noch andere so beleidigen können." Denn andere würden es nachmachen und das sei beängstigend.

Auf die Frage, ob er die Beleidigung von Jens Maier ignorieren wolle, sagte Noah Becker: "Was kann man dagegen machen? Der ist nunmal so. Er weiß es halt nicht besser." Für dessen Verhalten habe er aber "absolut kein Verständnis". Menschen wie der Politiker seien "in gewisser Weise ignorant. Wenn man aufwächst, wo nur Weiße sind, wenn man nur eine bestimmte Hautfarbe sieht, dann kennt man nichts anderes. Und hat Angst vor Fremden", so Noah Becker weiter in dem Interview.