Nach Prêt-à-porter-Walk bei GNTM: Das sind die verschiedenen Walks auf dem Laufsteg

Kurz vor der Entscheidung in der fünften Folge von „Germany’s Next Topmodel“ (GNTM) mussten die Kandidatinnen ihre Laufkünste bei einem Prêt-à-porter-Walk beweisen. Nicht allen Mädchen gelang das perfekt. Möglicherweise hätte dem einen oder anderen Nachwuchsmodel ein anderer Laufstil mehr gelegen.


Bei vielen der Kandidatinnen sah Chef-Jurorin Heidi Klum nach diesem Walk keine Show-Zukunft. Doch was hätten die betroffenen Mädchen hier besser machen können? Die Antwort findet sich in der Unterscheidung der verschiedenen Laufstile bei einer Modenschau. Diese unterteilen sich in Prêt-à-porter und Haute Couture.

Haute Couture

Der Begriff „Haute Couture“ wurde in Frankreich geprägt. Die „gehobene Schneiderkunst“, wie sie übersetzt heißt, zeigt hochwertige Modekreationen, die extravagante und sehr individuelle Stücke beinhalten – echte Kunst wird hier von den Models auf dem Laufsteg präsentiert. Diese hat ihren Preis: Je wertiger die verarbeiteten Materialien, desto kostspieliger ist am Ende auch der Entwurf.

Dementsprechend fällt auch die Runway-Präsentation der Models aus. Sie sind nur Mittel zum Zweck, um das kunstvoll gefertigte Teil angemessen in Szene zu setzen, es geht hier um das besondere Outfit. Daher ist der Blick der Models fokussiert und starr nach vorne gerichtet. In ihren Gesichtern sollte keine Regung zu sehen sein und sie sollten mit ihren Augen keinen Blickkontakt zu den Zuschauern oder Fotografen aufnehmen.

Der Blick ist starr nach vorn gerichtet: Bei der Show von Valentino wird der Haute-Couture-Laufstil deutlich. (Bild: AP Photo)

Die Schultern werden während des gesamten Walks nach hinten gezogen, das Becken dagegen nach vorne geschoben. Der Oberkörper sollte sich beim Lauf über den Catwalk kaum bewegen. Die Pose am Ende des Laufstegs fällt beim Haute-Couture-Walk weg – nichts soll den Betrachter von der Kreation des Designers ablenken.

Prêt-à-porter

Mit der Mode, die „bereit zum Tragen“ ist, entwerfen Designer Kleidung, die auch dem Alltag gerecht wird. Labels und Modemacher erhöhen ihre Kollektionen bei Prêt-à-porter-Shows nicht zu teuren Kunstobjekten. Sie sollen auch der breiten Masse gefallen und liegen preislich im oberen Durchschnitt. Maßgeblicher Mitbegründer dieser Art Mode ist Pierre Cardin.

reundliches Gesicht und Hüftschwung: Gigi Hadid präsentierte in Mailand die Prêt-à-porter-Mode von Tommy Hilfiger. (Bild: AP Photo)

Ein Prêt-à-porter-Walk kann auch als Casual Walk bezeichnet werden – damit ist ein lockerer Laufstil gemeint. Bei der Präsentation der Kollektion sollen die Models ihre Hüften schwingen – je nach Art der Mode mal mehr, mal weniger. Werden beispielsweise Dessous gezeigt, darf der Walk sexy ausfallen. Die Models dürfen Blickkontakt mit dem Publikum suchen oder lächeln. Der Oberkörper darf sich nach den Blicken richten, die Models können durchaus mal winken, den Zuschauern zuzwinkern, einen Kuss zuwerfen oder andere Gesten machen – wie es häufig bei den Shows der Unterwäschemarke „Victoria’s Secret“ vorkommt. Am Ende des Laufstegs wird posiert und teils keck in die Kamera der Fotografen gelächelt.


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