Pablo Escobars Bruder droht Netflix

Wagner Moura spielt Drogenbaron Pablo Escobar in der Netflix-Serie "Narcos".

In einem Interview mit dem US-amerikanischen Portal "The Hollywood Reporter" sprach Roberto De Jesús Escobar Gaviria über den tragischen Tod eines 'Narcos'-Mitarbeiters und warnte Filmemacher und Serienproduzenten davor, ohne seine Erlaubnis in Kolumbien zu drehen.

"Ich will nicht, dass Netflix oder irgendeine Filmproduktionsfirma ohne Erlaubnis meiner Firma Escobar Inc. in Medellín oder Kolumbien einen Film dreht, der auf mich oder meinen Bruder Pablo Bezug nimmt", gab der Bruder von Kokain-Boss Pablo Escobar zu verstehen.

Die Netflix-Serie "Narcos" tut allerdings genau dies. Sie porträtiert den Aufstieg von Pablo Escobar und den Kampf gegen sein Drogenkartell. "Es ist sehr gefährlich. Besonders ohne unseren Segen. Dies ist mein Land", warnte Roberto Escobar.

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Eine Woche ist es nun her, dass Carlos Muñoz Portal, ein Mitarbeiter der Netflix-Serie "Narcos", auf der Suche nach geeigneten Schauplätzen ermordet wurde. Escobar legt Netflix nahe, Maßnahmen nach dem Tod ihres Mitarbeiters zu ergreifen: "Wenn du Intellekt hast, dann brauchst du keine Waffen. Hast du keinen, brauchst du welche. Für diesen Fall sollte Netflix Profikiller engagieren, um die Sicherheit seiner Leute zu gewährleisten", so Roberto Escobar.

Das Foto zeigt Roberto Escobar in jüngeren Jahren. Bild: AFP 

Der 70-Jährige kümmert sich um den Nachlass des einst berüchtigtsten Drogenbarons der Welt. In den 80er-Jahren verwaltete Roberto Escobar das Medellín-Kartell und galt als „Boss der Killer“. Er drohte Netflix bereits mit einer Milliardenklage, da seiner Meinung nach ihm die Rechte an der Geschichte gehören und die Serie seinen Bruder nicht richtig darstelle.

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