Nach Massenschießerei: Fluglinien unterstützen Angehörige von Las-Vegas-Opfern

Die in Dallas ansässige Fluglinie Southwest Airlines zeigt sich mit Las Vegas solidarisch. (Bild: AP Photo/Tony Gutierrez)

Nach dem Massaker in Las Vegas am 1. Oktober erreicht eine große Solidaritätswelle die Opfer und die Bevölkerung der Stadt. Auch zwei amerikanische Fluglinien wollen helfen – mit Gratisflügen.

Viele sprechen von der größten Massenschießerei in der Geschichte der USA: Am Sonntagabend schoss ein US-Amerikaner aus einem zerbrochenen Hotelfenster in Las Vegas wahllos auf das Publikum eines Musikfestivals. Mindestens 59 Menschen starben, mehr als 500 wurden verletzt. Nun bieten zwei US-amerikanische Airlines den Betroffenen ihre Hilfe an. Wie „Associated Press“ berichtet, stellen Southwest Airlines und Allegiant Air den Angehörigen von Opfern und Verletzten Gratisflüge zur Verfügung.

Eine Sprecherin von Southwest Airlines kündigte am Dienstag an, dass das Angebot für bis zu fünf Familienmitglieder von Betroffenen gelte. Außerdem will die Airline auch dabei behilflich sein, die Leichname von Opfern der Massenschießerei zu transportieren, wie „New York Post“ zitiert.

Am Tag nach der Tragödie sprach auch Allegiant Air, deren Sitz in Las Vegas ist, über Social-Media-Kanäle ihr Mitgefühl aus und bot Betroffenen Hilfe an:

„Las Vegas ist die Heimatstadt von Allegiant und an diesem tragischen Tag ist unser Herz gebrochen, aber wir sind dankbar, dass die Welt unsere Gemeinschaft mit so viel Unterstützung und Liebe überhäuft. Seit dem ersten Tag, haben wir Millionen von Menschen in diese großartige Stadt und aus ihr heraus geflogen – sowohl Besucher als auch jene, die Las Vegas ihr Zuhause nennen. Wenn Sie oder Ihre Familie von dem, was letzte Nacht passierte, betroffen sind, möchten wir helfen. Wenn Sie nach oder aus Las Vegas fliegen müssen, bitte schreiben Sie uns […] Wir werden tun, was in unserer Macht steht, um Ihnen zu helfen …“

Allegiant-Sprecherin Hilarie Grey erklärte, dass bereits mehr als ein Dutzend Menschen das Angebot der Fluglinie annahm. Wie „New York Post“ berichtet, wollen auch beide Airlines mit lokalen Hotels zusammenarbeiten, um Familienmitgliedern Logis anbieten zu können. Laut Grey waren während des Massakers rund 30 Menschen über den Zaun des Flughafens McCarran International geklettert und hatten in den Wartungsgebäuden der Airline Zuflucht gesucht.