Nach Gender-Pay-Gap-Debatte: Mark Wahlberg spendet seine Gage an "Time's Up"

Nach Gender-Pay-Gap-Debatte: Mark Wahlberg spendet seine Gage an "Time's Up"

Der Aufschrei war groß, als herauskam, dass Michelle Williams für "Alles Geld der Welt" nur einen Bruchteil von Mark Wahlbergs Gage bekam. Nun meldete sich erstmals auch der Schauspieler selbst zu Wort.

Nachdem Kevin Spacey sexuelle Belästigung vorgeworfen wurde, entschied sich der Regisseur Ridley Scott, den Schauspieler in seinem neuen Film "Alles Geld der Welt" durch Christopher Plummer zu ersetzen. Die Folge waren neue Dreharbeiten, für die Mark Wahlberg Medienberichten zufolge mit 1,5 Millionen US-Dollar entlohnt wurde, während Co-Star Michelle Williams gerade einmal 1.000 US-Dollar bekam. Groß war die Empörung, als die Diskrepanz zwischen ihren Gagen bekannt wurde.

Nun kündigte Mark Wahlberg am Samstag auf Twitter an, seine Extra-Gage im Namen von Michelle Williams an "Time's Up" zu spenden. In einem offiziellen Statement ließ der 46-Jährige verlauten: "In den letzten Tagen wurde das Geld, das ich für die nachgedrehten Szenen von 'Alles Geld der Welt' erhielt, zu einem großen Thema. Ich stehe zu hundert Prozent hinter gerechter Bezahlung und ich spende das Geld in Michelle Williams' Namen an 'Time's Up'."

"Time's Up" ist eine Kampagne, die von 300 Frauen aus der Entertainmentbranche ins Leben gerufen wurde, um nach dem Sexskandal um Filmproduzent Harvey Weinstein gegen sexuelle Belästigung zu kämpfen.

Die Lohnunterschiede zwischen Mark Wahlberg und Michelle Williams sorgten jedenfalls auch bei ihren Schauspielkollegen für Aufsehen. So erklärte Liam Neeson in einem Interview mit "AP", dass die Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Schauspielern manchmal "schändlich" seien. Er selbst würde zwar keine Gagenkürzung hinnehmen, findet aber: "Es muss Gerechtigkeit geben. Es muss sie einfach geben."