Nach "Game of Thrones"-Leak: Hacker ist identifiziert

Nach "Game of Thrones"-Leak: Hacker ist identifiziert

Die amerikanischen Behörden haben offensichtlich den Drahtzieher der "Game of Thrones"-Leaks entlarvt. Der Hacker hatte den produzierenden Sender HBO erpresst und zahlreiche Informationen sowie bis dato nicht ausgestrahlte Episoden der Erfolgsserie veröffentlicht. Nun hat das FBI ihn auf die "Most Wanted"-Liste gesetzt.

Insgesamt 1,5 Terabyte Daten soll der Beschuldigte, der unter dem Pseudonym "Mr. Smith" agierte, HBO entwendet haben. Darunter befanden sich damals noch streng geheime Infos zum Ende der siebten Staffel von "Game of Thrones", ganze Folgen und Vertragsdetails der Schauspieler. Anschließend erpresste er den Sender um 6,5 Millionen Dollar in der Internetwährung Bitcoin. Zeitgleich begann er damit, die Daten zu leaken.

Jetzt hat das FBI eine heiße Spur, die zu einem iranischstämmigen Mann führt. Der mutmaßliche Hacker soll kein unbeschriebenes Blatt sein und vor der Tat im Auftrag der iranischen Regierung schon zahlreiche andere Hochsicherheitsrechner geknackt haben.

Sein Steckbrief, der nun Teil der Liste der meistgesuchten Verbrecher des FBI ist, beschuldigt den Hacker des schweren Datendiebstahls, schweren Betrugs, der Erpressung und der schwerwiegenden Erschleichung von Identitäten. Dem Dokument zufolge soll der mutmaßliche Netzkriminelle zwischen Mai und August 2017 sein Unwesen auf dem HBO-Server getrieben haben. Dabei habe er auch Mitarbeiter per Mail mit der Veröffentlichung persönlicher Daten bedroht und diese lächerlich gemacht.

Dem Portal "Mashable" meldete der Hacker damals per Mail: "Übrigens, wir informieren euch und Hunderte andere Reporter offiziell darüber, dass wir (das Projekt) 'HBO geht unter' (5 Terabyte!!) an eine dritte Partei tief im Netz verkauft haben und damit die Hälfte des Lösegelds eingenommen haben ... Wir werden auch künftig viele, viele Daten von HBOs internem Kram leaken, um das Unternehmen für seine Gier zu bestrafen."

Zurzeit befindet sich der Verdächtige noch auf freiem Fuß, der FBI-Steckbrief wird diese Tatsache wahrscheinlich aber deutlich erschweren. Unklar ist auch, ob es sich nur um einen Täter oder doch eine Gruppe handelt.