Nach „Frauen müssten sich steigern“-Aussage des Grammy-Chefs: Sängerin Pink kontert

Pink will sich ihren Mund nicht verbieten lassen. (Bild: AP Photo)

Keine rosigen Zeiten für Sängerin Pink! Eine Aussage des Grammy-Chefs Neil Portnow ist ihr nämlich ein Dorn im Auge. Deswegen wandte sie sich an ihre Twitter-Gemeinde, um Stellung zu beziehen.

Jedes Jahr aufs Neue hoffen Musiker weltweit auf einen begehrten Grammy-Award. In diesem Jahr durften die Trophäe lediglich zwei Damen mit nach Hause nehmen. Damit waren sie gegenüber den männlichen Kollegen klar in der Unterzahl. Neil Portnow, Chef der Grammy-Verleihung, adressierte die Situation und sagte dem „Hollywood Reporter“, Frauen müssten „sich steigern“, wenn sie künftig stärker repräsentiert sein wollen.


 

Sängerin Pink, die in diesem Jahr selbst auf der Grammy-Bühne stand und performte, passte diese Aussage so gar nicht. Bei Twitter machte sie ihrem Ärger Luft. „Frauen in der Musikindustrie müssen sich nicht steigern. Frauen haben sich seit Anfang der Zeit gesteigert. Das letzte Musikjahr gehörte den Frauen“, schrieb sie. Außerdem betonte die Sängerin, wie wichtig es sei, das Talent und die Errungenschaften von Künstlerinnen anzuerkennen, um den kommenden Generationen Fairness und Gleichberechtigung zu zeigen.


Damit traf Pink offensichtlich einen Nerv. Besonders viele weibliche Twitter-User gaben der Sängerin recht. „Ich liebe deine Antwort auf Neil Portnow. Ich habe deine Performance bei den Grammys noch viel mehr geliebt. Du hast mich stolz gemacht. Du hast mich zum Weinen gebracht“, kommentierte ein Fan. „Sehr gut gesagt. Du bist wundervoll. Ganz viel Liebe und Respekt an dich“, schrieb eine andere Nutzerin.


 

Auch die US-amerikanische Rocksängerin Sheryl Crow fand gar keinen Gefallen an der Aussage des Grammy-Chefs und kritisierte diesen aufs äußerste. Unter anderem twitterte sie: „Die fehlende weibliche Präsenz liegt nicht daran, dass die Qualität der Frauen in der Musikindustrie nicht ausreichend ist. Es geht darum, dass die Möglichkeiten, die Frauen brauchen, um präsent zu sein, halbiert wurden.“ Hier ist das letzte Wort definitiv noch nicht gesprochen.