Nach Amoklauf in Florida: So setzen sich die Stars für die Verschärfung der Waffengesetze ein

Stars wie Mayim Bialik üben nach dem Amoklauf in Florida öffentlich Kritik an Politikern und der Waffenlobby. (Bild: AP Photo)

Viele US-Bürger fordern nach dem jüngsten Amoklauf an einer High School in Florida schärfere Schusswaffenregulierungen. Dabei werden sie auch von Prominenten unterstützt.

„Ich bin wütend, ich fühle mich betäubt, ich fühle mich angewidert, ich bin entsetzt – und manchmal all das gleichzeitig“, erklärt Mayim Bialik auf Facebook. In einem emotionalen Video-Appell wandte sich die Schauspielerin („The Big Bang Theory“) nach der Massenschießerei an der Stoneman Douglas High School in Florida an ihre amerikanischen Mitbürger.

„Ich schäme mich dafür, was in unserem Land normal geworden ist. Es ist nicht normal. Es reicht“, so die 42-Jährige über die zahlreichen Schießereien in den USA. Bialik fordert strengere Waffengesetze, vor allem für Schnellfeuerwaffen wie das Sturmgewehr AR-15, das bei vielen Massakern eingesetzt wird. „Diese Art von Massentötungen würde ohne solche Waffen nicht geschehen“, erklärt sie in dem Facebook-Video.

Mayim Bialik fordert die US-Bürger dazu auf, auf die Straße zu gehen und Politiker zu unterstützen, die keine Gelder von der National Rifle Association (NRA) bekommen, um deren Interessen zu vertreten. „Fordert mehr, es ist euer Land. Das ist unsere Demokratie – lasst sie uns wieder in die eigenen Hände nehmen“, beendet sie ihren Appell.

 

Als Eltern von zwei kleinen Kindern setzen sich Amal und George Clooney dafür ein, dass Schulen in den USA sicherer werden. (Bild: Invision/AP Photo)

Auch George und Amal Clooney machen sich für strengere Waffengesetze stark: Das Paar spendete im Namen ihrer Zwillinge Ella und Alexander eine halbe Million Dollar für „March For Our Lives“, eine von Schülern organisierte Großdemonstration, die am 24. März überall in den Vereinigten Staaten stattfinden soll. „Amal und ich sind so inspiriert von dem Mut und der Eloquenz dieser jungen Männer und Frauen der Stoneman Douglas High School. Unsere Familie wird am 24. März da sein, um Seite an Seite mit dieser unglaublichen Generation junger Menschen aus dem ganzen Land zu stehen“, erklärte der Schauspieler in einem Statement.

Mit der großzügigen Spende für das jetzt schon geschichtsträchtige Großevent sind die Clooneys nicht allein: Auch Regisseur Steven Spielberg und seine Frau Kate Capshaw, DreamWorks-Mitbegründer Jeffrey Katzenberg und seine Frau Marilyn sowie Moderatorin und Unternehmerin Oprah Winfrey spendeten jeweils 500.000 Dollar.


„George und Amal, ich bin ganz eurer Meinung. Ich werde euch unterstützen und ebenso 500.000 Dollar an ‘March For Our Lifes’ spenden. Diese inspirierenden jungen Menschen erinnern mich an die Freedom Riders in den Sechzigern, die auch gesagt haben, dass sie genug hatten und ihre Stimmen hörbar gemacht haben.“

Schauspieler Josh Gad („Jobs“, „Die Schöne und das Biest“), dessen Freund sein Kind bei dem jüngsten Anschlag verlor, schwor auf Twitter, sich persönlich zu engagieren: „Ich werde es zu meiner Lebensaufgabe machen, jede Person zu unterstützen und zu wählen, die einen Politiker herausfordert, der Geld von der NRA erhält“, erklärte er in einer Reihe von Tweets. „Ich werde sichergehen, dass ich mich darüber bilde, warum bestimmte Menschen sich weigern, vernünftige Waffengesetze durchzusetzen, und dass sie in den frühzeitigen Ruhestand geschickt werden.“


„2: Ich habe alles, was mir wichtig war, über das Massaker in Florida gesagt. Ich bin durch die Stoneman Douglas Highschool gelaufen. Ich kenne persönlich jemanden, der nun versucht, sein Leben zurechtzurücken. Diese Gemeinschaft ist wie meine eigene.“

 

„3: Ich werde es zu meinem Lebensziel machen, jeden zu wählen und zu unterstützen, der sich gegen Politiker stellt, die von der NRA finanziert werden.“

 


„4: Ich glaube, jeder von uns weiß im tiefsten Herzen, dass bei diesen wöchentlichen Ereignissen etwas schrecklich falsch läuft. Ich werde nicht jeden von euch belehren, woran man glauben und wie man damit umgehen sollte. Ich werde euch nur sagen, was ich tun werde.“