Nach Entlassung von Google-Mitarbeiter: Rechte unterstützen Damore

Google-Mitarbeiter wird entlassen: Rechte auf den Barrikaden

Wegen eines sexistischen Manifests verlor Google-Mitarbeiter James Damore seinen Job. Mit seiner fast zehnseitigen Schrift gegen den Feminismus hat er sich aber nicht nur massive Kritik eingebrockt, auch Lob gibt es - von den Radikalen: Vor allem die rechte Szene in den USA feiert Damore als Kämpfer für die Meinungsfreiheit und schimpft in den sozialen Netzwerken über die Entlassung.

Ben Shapiro, Redakteur der Rechtsaußen-Webseite "Breitbart", Ben Shapiro bezeichnete den Google-Konzern auf Twitter als "Unternehmensfaschisten". Ein Nutzer namens Jack Posobiac, der sich selbst als Vorsitzender der Gruppe "Bürger für Trump" bezeichnet, nimmt James Damore in Schutz. Er schreibt auf Twitter unter anderem: "Googles Vizepräsident für Vielfalt ist ein Sympathisant von Hillary Clinton. Kein Wunder, dass James Damore gefeuert wurde."

Der grundsätzliche Tenor der rechten Szene: James Damore sei ein tapferer Streiter, der sich für die Meinungsfreiheit aufgeopfert hat. Kurzerhand entstand genau aus diesem Grund auch ein Fundraising, um den Autoren des Manifests zu unterstützen. 60.000 US-Dollar sollen so für den Ex-Google-Mitarbeiter zusammenkommen. Stand Mittwochmorgen: 11.860 US-Dollar.

In seinem sexistischen Text vertritt James Damore die These, dass Frauen in Technikfragen aufgrund ihrer Gene Männern unterlegen seien. Dass trotzdem mehr Frauen und Minderheiten bei Google arbeiten sollen, sei diskriminierend, und zwar für weiße Männer. Diese Art von Political Correctness schade dem Konzern, so James Damore.