Nach durchzechter Nacht: FBI-Mitarbeiter vermisst Dienstwaffe

Der FBI-Hauptsitz in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington, D.C. (Bild: AP Photo)

Ein Mitarbeiter des US-amerikanischen FBI betrank sich an einer Hotelbar offenbar so sehr, dass er bewusstlos wurde. Am nächsten Morgen fehlte seine Dienstwaffe.

Als Robert Manson, führender FBI-Beamter einer Antiterroreinheit, an einem Julimorgen verkatert in einem Hotelzimmer aufwachte, hatte er ein großes Problem: Es fehlten seine 5000 Euro teure Rolex-Armbanduhr, etwa 50 Euro Bargeld – und seine Dienstwaffe.

Wie die „New York Times“ berichtete, war der Polizist wegen einer Fortbildung in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina, als er und seine Kollegen sich abends mit einer Gruppe Frauen trafen. An der Hotelbar muss der FBI-Beamte dann wohl zu tief ins Glas geschaut haben: Gegen 2 Uhr soll er zusammen mit einer „exotischen Tänzerin“ in sein Hotelzimmer getorkelt sein, wo er – laut Polizeibericht – alkoholbedingt bewusstlos wurde.

Als Kollegen des FBI-Beamten morgens das Hotelzimmer betraten, stellten sie schnell das Fehlen seiner Dienstwaffe vom Typ Glock 40 sowie der Uhr und des Geldes fest und riefen die lokalen Polizeibehörden. Diese nahmen die Ermittlungen auf. Ebenfalls spurlos verschwunden war die im Polizeibericht erwähnte Frau.

Manson muss sich nun intern rechtfertigen: FBI-Beamte sind zwar dazu berechtigt, auch außerdienstlich Waffen bei sich zu tragen, allerdings nicht offen – und auf gar keinen Fall, wenn sie Alkohol konsumieren. Auch dürfen die Pistolen nicht unbeaufsichtigt herumliegen. Ob Robert Manson seine Dienstwaffe ordnungsgemäß im Hotelsafe verstaut hatte, ist nicht bekannt.

Auch die Frage, ob es sich um Diebstahl handelt, konnte noch nicht zweifelsfrei aufgeklärt werden, genauso wenig wie die Frage, ob die Tänzerin in den Diebstahl verwickelt ist – bisher ermittelt die Polizei gegen unbekannt. Auch gab es bisher weder eine Verhaftung noch ist die Pistole wieder aufgetaucht. Die Ermittlungen laufen.