Nach Atomknopf-Tweet: Warum Twitter den Account von Trump nicht sperrt

Nach Atomknopf-Tweet: Warum Twitter den Account von Trump nicht sperrt

Donald Trump sorgt mit seinen Tweets regelmäßig für Empörung. Jüngste Provokation: Er verglich seinen "Atomknopf" mit dem des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un. Seiner sei aber "größer und mächtiger" und funktioniere, verkündete der US-Präsident Anfang des Jahres in dem sozialen Netzwerk.

Der Meinung vieler Twitter-Nutzer nach, ist Donald Trump damit endgültig zu weit gegangen: Sie forderten den Kurznachrichtendienst auf, den Account des 71-Jährigen zu sperren, weil dieser gegen die Regeln des Dienstes verstoßen habe, wonach keine Drohungen verbreitet werden dürfen.

Doch Donald Trump muss offenbar keine Konsequenzen fürchten. Nur wenige Tage nach dem viel diskutierten Atomknopf-Tweet veröffentlichte das Unternehmen in einem Blogeintrag ein Statement, in dem es heißt: Man werde Nutzerkonten von führenden Politikern nicht sperren.

Zur Begründung heißt es in dem Statement, dass durch das Sperren des Accounts eines Regierungschefs oder das Löschen von Beiträgen wichtige Informationen zurückgehalten würden, über die die Menschen diskutieren sollten. Zudem sei es nicht so, dass die betreffenden Politiker ohne Nutzerkonto verstummten. "Es würden allerdings notwendige Diskussionen über ihre Worte und Handlungen behindert", rechtfertigt das Unternehmen seine Vorgehensweise.