Nach Anschlägen in Kabul - Lage weiter angespannt

Nach dem vierten blutigen Angriff von Islamisten in Kabul allein im Januar blieb die Sicherheitslage in der afghanischen Hauptstadt zunächst angespannt. Am frühen Montagmorgen waren im Schutz der Dunkelheit fünf schwer bewaffnete Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat in eine afghanische Militärakademie im Westen der Stadt eingedrungen. 16 Menschen, davon vier Angreifer starben.

Anschläge auch am Wochenende 

Erst am Samstag hatte ein Selbstmordattentäter einen Krankenwagen genutzt, um Menschen zu töten. Mehr als einhundert kamen dabei ums Leben, darunter mehrere Polizisten. Dieses Video wurde unmittelbar nach dem Anschlag aufgenommen. Nach Angaben der Behörden wurden außerdem mehr als 230 Menschen verletzt. Am Sonntag trugen Angehörige die Toten in Kabul zu Grabe. 

Merkel kondoliert 

Der Angriff vom Montag galt offenbar einem Stützpunkt der 111. Brigade in der Nähe der Marschall-Fahim-Militärakademie. Die Bundesregierung reagierte zutiefst erschüttert. "Seien Sie versichert, dass Deutschland im Kampf gegen die terroristische Gefahr weiterhin an der Seite Afghanistans steht", schrieb KanzlerinAngela Merkel in einem Kondolenztelegramm an den afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani.