Nach Amoklauf bei YouTube: Tech-Führungskräfte sprechen sich für schärfere Waffengesetze aus

In der YouTube-Zentrale in Kalifornien kam es am Dienstag zu einem Amoklauf, die Schützin richtete sich selbst. (Bild: Getty Images)

Am Dienstag kam es im Hauptquartier von YouTube in Kalifornien zu einem Amoklauf. Vier Menschen wurden verletzt, die Schützin erschoss sich selbst. Führungskräfte anderer Tech-Unternehmen und Politiker reagieren auf den Vorfall.

Einen Tag nach der Tragödie meldeten sich mehrere CEOs führender US-amerikanischer Unternehmen auf Twitter, um Stellung zu beziehen. Einige von ihnen sprachen sich explizit gegen die laxen Waffengesetze in ihrem Land aus. Zunächst postete der Geschäftsführer des Kurznachrichtendienstes selbst, Jack Dorsey, eine Stellungnahme und verlinkte die Webseite der „March for Our Lives“-Bewegung.

„Wir können nicht reaktiv bleiben und darauf hoffen oder beten, dass so etwas in unseren Schulen, an unseren Arbeitsplätzen und in unseren Gemeinschaften nicht wieder passiert. Es ist überfällig, unsere Richtlinien weiterzuentwickeln. (March for Our Lives) ist ein einfacher und vernünftiger Ansatz und es wird nicht alles lösen, aber es ist ein guter Anfang.“

Der Geschäftsführer von Uber, Dara Khosrowshahi, versah seine Beileidsbotschaft mit einem Aufruf zur Beendigung der Waffengewalt.

„Im Namen des Teams von Uber möchte ich allen bei YouTube und Google meine Unterstützung zusichern und den heroischen Ersthelfern danken. Dies ist eine weitere Tragödie, die uns weiter antreiben sollte, an einem Ende der Waffengewalt zu arbeiten.“

US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence beschränkten sich derweil auf die bewährte Formel von den „Gedanken und Gebeten“, die sie den Opfern des Amoklaufs zukommen lassen möchten.

„Ich wurde gerade über die Schießerei im YouTube-Hauptquartier in San Bruno, Kalifornien, informiert. Unsere Gedanken und Gebete gehen an alle Beteiligten. Danke an unsere phänomenalen Polizisten und Ersthelfer, die derzeit am Tatort sind.“

„Ich bete für die Verletzten und ihre Familien und bin für die Einsatzkräfte und Ersthelfer dankbar, die heute vor Ort waren.“

Die Vorsitzende der demokratischen Partei im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, rief dagegen auch zum Ende der Waffengewalt auf.

„Meine Mitarbeiter und ich verfolgen die Entwicklungen am Tatort im YouTube-Hauptquartier in San Bruno, Kalifornien. Danke an unsere heroischen Ersthelfer. Unsere Gemeinschaft in der Bay Area – und alle amerikanischen Gemeinschaften – verdienen eine echte Entwicklung hin zum Ende der Waffengewalt.“

Andere Stimmen aus der Tech-Branche ließen die Diskussion über schärfere Waffengesetze außen vor und beließen es bei Beileidsbekundungen. So Apple-CEO Tim Cook und Amazon-Chef Jeff Bezos:

„Wir bei Apple senden unser Mitgefühl und unsere Unterstützung an das Team von YouTube und Google, insbesondere an die Opfer und ihre Familien.“

„Schrecklicher und wirklich tragischer Tag für YouTube und Google. Wir wünschen den Verletzten und allen Betroffenen alles Gute.“

Auch Vorstehende von YouTube selbst meldeten sich auf Twitter. So dankte Chefin Susan Wojcicki den Einsatzkräften und Chad Hurley, ehemaliger Geschäftsführer bei YouTube, gedachte seiner Freunde in dem Tech-Unternehmen.

„Keine Worte können beschreiben, wie schrecklich es war, heute eine Amokläuferin im Haus zu haben. Unser tiefster Dank gilt den Einsatzkräften und Ersthelfern für ihre schnelle Reaktion. Unser Herz geht an alle Verletzten und Betroffenen. Wir werden zusammenkommen, um als Familie zu heilen.“

„Ich bete für meine Freunde bei YouTube!“