Nach Amokfahrt von Münster: Rätseln über Motiv des Täters

Nach der Amokfahrt von Münster mit 3 Toten und über 20 Verletzten haben der deutsche Innenminister Horst Seehofer und sein nordrhein-westfälischer Amtskollege Herbert Reul sich bei Polizei und Sicherheitskräften bedankt. Seehofer bestätigte auch die bisherigen Erkenntnisse und sagte:

"Wir haben jetzt wieder erlebt, dass bei allen Bemühungen einer staatlichen Gemeinschaft, bei allem Menschenmöglichen, was wir tun müssen für den Schutz unserer Bürger, dass leider eine absolute Sicherheit nicht möglich ist."

Nach Polizeiangaben gab es keine Hinweise auf weitere Tatverdächtige :

"Wir wissen jetzt, es war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Einzeltäter, es war ein Deutscher, es war kein Flüchtling. Wir wissen, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen islamistischen Hintergrund gab" , sagte der nordrhein-westfälische Innenminister.

Rätsel gibt nach wie vor das Motiv des Täters auf, der mit einem Kleinbus in ein Restaurant gerast war und sich anschließend selbst erschossen hatte.

Zwar war der Mann der Polizei wegen kleinerer Delikte wie Bedrohung, Sachbeschädigung, eine Verkehrsunfallflucht und Betrug bekannt, verurteilt wurde er deswegen nicht. Auch die Durchsuchung seiner insgesamt vier Wohnungen ergab keine Hinweise auf eine politisch motivierte Tat. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der 48-jährige psychisch labil war.