N26 versichert jetzt Handys

Daniel Hüfner
·Lesedauer: 2 Min.
Für zehn Euro im Monat lässt sich über N26 jetzt zum Beispiel ein iPhone 12 versichern.
Für zehn Euro im Monat lässt sich über N26 jetzt zum Beispiel ein iPhone 12 versichern.

Nicht mehr nur bloß ein Girokonto auf dem Smartphone, sondern ein ganzer „Marktplatz für viele Fintechs“ – so stellt sich N26-Chef Valentin Stalf die Zukunft seiner Berliner Bank vor, wie er Ende vergangenen Jahres gegenüber der Wirtschaftswoche erklärte. Nun nimmt die angekündigte Produktoffensive konkrete Formen an. Am Donnerstag hat N26 in Kooperation mit dem Insurtech Simplesurance ein neues Versicherungsprodukt gestartet.

Über die App des Fintechs können Kundinnen und Kunden ab sofort eine spezielle Versicherung für den Schutz ihres Smartphones abschließen, heißt es in einer Mitteilung. Die Police deckt etwa versehentliche Bruch- und Wasserschäden und den Diebstahl des Gerätes ab. Kunden können zwischen verschiedenen Laufzeiten wählen und flexibel kündigen. Der Preis der Smartphone-Versicherung startet bei sechs Euro pro Monat und richtet sich nach dem Kaufpreis des jeweiligen Smartphones. Für ein iPhone 12 werden beispielsweise monatlich zehn Euro fällig.

Fintech hofft auf mehr Einnahmen

N26 hofft mit dem Angebot auf steigende Einnahmen. Im Durchschnitt gebe jeder Europäer pro Jahr über 2.000 Euro für Versicherungen aus, erklärt das Fintech mit Verweis auf eine Studie. Weitere Angebote innerhalb der App sollen deshalb bald folgen. Geplant sei unter anderem, eine private Haftpflicht- oder Hausratversicherung bei N26 abzuschließen.

Ganz neu ist der Vorstoß des Fintechs in den Versicherungsmarkt allerdings nicht. Bereits 2017 gab das Unternehmen eine Partnerschaft mit Clark, einer App zum Verwalten von Versicherungen, bekannt. Im Juli 2020 stellte N26 den Service jedoch überraschend ein. Gegenüber dem Branchenportal Financefwd erklärte das Unternehmen damals, sich künftig verstärkt auf eigene Versicherungsprodukte konzentrieren zu wollen. Im Falle der neuen Partnerschaft mit Simplesurance ist die Versicherung nativ in der App integriert. Bei Clark handelte es sich lediglich um eine Weiterleitung auf deren Angebot.

Mit der steigenden Anzahl an Versicherungsprodukten dürfte N26 absehbar mit dem Berliner Versicherungs-Startup Wefox konkurrieren, das mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet ist. Randnotiz: Zeitgleich zum Launch der neuen N26-Versicherungen verschickte Wefox am Donnerstag eine eigene Mitteilung. Man expandiere weiter und biete seine digitalen Hausrat- und Haftpflichtversicherungen jetzt in Polen an.