Bafin bestraft N26 mit Millionen-Geldbuße nach Versäumnissen

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(Bloomberg) -- Die Finanzaufsicht BaFin hat im Juni einen Bußgeldbescheid in Höhe von 4,25 Millionen Euro gegen die deutsche Smartphone-Bank N26 Bank erlassen. Das gab das Unternehmen in einer Stellungnahme am späten Dienstag auf der seiner Webseite bekannt. Die Bafin bestätigte am Mittwoch die Festsetzung einer Geldbuße.

Grund sind laut N26 verspätete Geldwäsche-Verdachtsmeldungen. Hierbei handelt es sich “in der Summe um weniger als 50 verspätet eingereichte Meldungen aus den Jahren 2019 und 2020”, hieß es.

Das Bußgeldverfahren sei abgeschlossen und das Bußgeld am 14. Juli von der N26 Bank bezahlt worden. Alle von der BaFin geforderten Maßnahmen zur Verbesserung von rechtzeitigen Meldungen verdächtiger Aktivitäten wurden von N26 bereits vollumfänglich umgesetzt, wie das Unternehmen weiter erklärte.

Die Offenbarung kommt für N26 zu einer ungünstigen Zeit. Bloomberg hatte berichtet, dass das Fintech laut informierter Kreisen mit Investoren spricht, um mehrere hundert Millionen Dollar einzusammeln. Die Runde könnte N26 mit etwa 10 Milliarden Dollar (8,6 Milliarden Euro) bewerten, hieß es. Das Unternehmen gilt darüber hinaus als Kandidat für einen Börsengang.

Die Bafin hatte bereits im Mai erklärt, sie habe N26 aufgefordert, zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung angemessene interne Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen und allgemeine Sorgfaltspflichten einzuhalten. Zur Überwachung werde ein Sonderbeauftragter für das Fintech-Unternehmen bestellt.

Im August reagierte N26 auf die Kritik der Aufsicht auch mit der Ernennung von Thomas Grosse als Chief Risk Officer (CRO) und Stephan Niermann als Geldwäschebeauftragten.

(Neu: Bestätigung der Bafin im 1. Absatz, Personalien im letzten Absatz)

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