N26 Bank stellt mit Ex-Zalando-CFO womöglich Weichen für IPO

Stephan Kahl
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Die Berliner Smartphone-Bank N26 GmbH holt den ehemaligen Finanzchef von Zalando SE an Bord, was ein erstes konkretes Anzeichen für einen Börsengang des Unternehmens sein könnte.

Jan Kemper wird seinen neuen Posten als CFO in der zweiten Hälfe des Jahres antreten, wie N26 am Montag mitteilte. In derselben Funktion hatte er 2014 den Börsengang des Online-Händlers Zalando begleitet, der heute an der Börse rund 26 Milliarden Euro wert ist.

N26 hatte in der Vergangenheit immer wieder ein Börsendebüt in Aussicht gestellt. Mitbegründer Maximilian Tayenthal sprach 2020 in einem Bloomberg-Interview von mehreren Jahren als Zeitrahmen. Seinen Posten als CFO gibt er nun ab und übernimmt stattdessen die Rolle des Co-CEO neben CEO Valentin Stalf.

Bislang hat N26 fast 800 Millionen Dollar von Investoren wie Tencent Holdings Ltd., Allianz SE und Vorstandsmitgliedern von Zalando eingesammelt. Zuletzt lag die Bewertung bei 3,5 Milliarden Dollar, was N26 zu einem der am höchsten bewerteten nicht-börsennotierten Fintechs in Europa macht.

Die erst Anfang 2015 an den Start gegangene Bank hat inzwischen über 5 Millionen Kunden in 25 Ländern und beschäftigt mehr als 1500 Mitarbeiter.

Die schnelle Expansion brachte aber auch einige Probleme mit sich. Erst 2019 forderte die Finanzaufsichtsbehörde BaFin das Unternehmen auf, die Schutzmaßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verstärken. Zudem beendete N26 abrupt die Aktivitäten in Großbritannien und verwies dabei auf den Austritt des Landes aus der Europäischen Union.

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