Nüchtern zum Sieg: Geläuterter Chino Rheem wird Heads-Up Champion

·Lesedauer: 2 Min.
Nüchtern zum Sieg: Geläuterter Chino Rheem wird Heads-Up Champion
Nüchtern zum Sieg: Geläuterter Chino Rheem wird Heads-Up Champion

Heads-Up Duelle gehören beim Poker seit jeher zu den beliebtesten Formaten. Der US-Pokerchannel „PokerGO“ hat nun eine schöne Tradition wieder aufleben lassen. Ein $25.000 „Heads-Up Showdown“, ein Einladungsturnier für 32 Top-Spieler, die im KO-Modus einen Sieger ermitteln.

Mit Chino Rheem gewann ein Spieler, der nach eigenen Angaben zum ersten Mal überhaupt ein Turnier „nüchtern“ gespielt hat und dafür seinen neuen Lebensstil verantwortlich macht.

Seit über mehr als ein Jahrzehnt gehört David „Chino“ Rheem zu den weltweit besten Pokerspielern. Mindestens genau so lange eilt ihm allerdings der Ruf voraus, über alle Maßen verschuldet zu sein. Sein Prinzip bestand über Jahre eigentlich nur darin, sämtliche Gewinne innerhalb kürzester Zeit wieder unter die Leute zu bringen. Seine Gläubigerliste ist legendär. Hinzu kommen beständige Drogenprobleme, die ihn sogar schon mal für kurze Zeit ins Gefängnis brachten. Das alles soll nun der Vergangenheit angehören.

Kurz nachdem er die Trophäe für seinen Sieg präsentierte und $400.000 Prämie einstreichen konnte, zeigte sich Rheem geläutert wie nie:

„In der Pokerszene ist es kein Geheimnis, dass ich meine Höhen und Tiefen hatte“, sagte Rheem. „An einem Punkt in meinem Leben war ich an einem wirklich dunklen Ort. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass mir das Licht gezeigt wurde und ich Gott und die Menschen gefunden habe, die er in mein Leben gestellt hat, um mir zu helfen, ein gesundes, nüchternes Leben zu führen. Dem verdanke ich alles, wirklich.“

Schon in einem seiner letzten Instagram Posts deutete Chino an, dass er auf die gute Seite des Lebens gewechselt ist: „Neuer Chino, Nachricht an alten Chino, auf Wiedersehen alter Freund. Danke für jeden Fehler, den ich gemacht habe, jede Lektion, die ich gelernt habe, jede Erfahrung, alle Höhen und Tiefen, die mich dahin gebracht haben, wo ich jetzt bin. Ich wäre nicht da, wo ich jetzt bin, wenn es dich nicht gäbe. Ich liebe dich, aber wir müssen getrennte Wege gehen.“

Im erstklassig besetzten „PGT Heads-Up Showdown“ bezwang Rheem Nick Schulman, Jeremy Ausmus, Bill Klein, Isaac Kempton und im Finale schließlich Darren Elias.

Das Turnier sorgte zusätzlich für Gesprächsstoff als der 16-fache WSOP-Champion Phil Hellmuth sich in der ersten Runde mit den Mätzchen seines Gegners Eric Persson auseinandersetzen musste. Üblicherweise ist es Hellmuth, der seine Frust-Schübe an den Gegnern auslässt. Diesmal reizte ihn sein Gegenüber so sehr, dass Hellmuth am Ende entnervt die Segel streichen musste.

Der „PGT Heads-Up Showdown“ ist auf pokergo.com zu sehen.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.