Die Nähe zum Anleger zählt

Das Fachmagazin „Elite Report“ und das Handelsblatt als Medienpartner haben in München die besten Vermögensverwalter im deutschsprachigen Raum gekürt. Dabei mahnten die Juroren mehr Nähe zu den Kunden an.


Beherzt auf Aktien setzen – das war in diesem Jahr das Erfolgsrezept, auch wenn die Vorzeichen zunächst ganz anders aussahen. An den Börsen prallte politischer Druck weitgehend ab – etwa durch einen neuen US-Präsidenten Donald Trump oder Sorgen vor einem Rechtsruck bei Wahlen in mehreren Ländern Europas.

Mit einer sich international erholenden Konjunktur zogen die Aktienkurse kräftig an, während die Anleihemärkte recht ruhig blieben. So konnten die vom Fachmagazin „Elite Report“ ausgezeichneten Vermögensverwalter auch in konservativen Kundendepots mit niedrigem Aktienanteil im Durchschnitt mittlere einstellige Renditen vorweisen, wie Hans- Kaspar von Schönfels, Gründer und Herausgeber des „Elite Report“ errechnet hat. In Depots mit höherem Aktienanteil finden sich nicht selten zweistellige Erträge.


Doch Rendite ist nur ein Kern-Baustein für eine gute Vermögensverwalterleistung. Die Anlageprofis müssen ihre Kunden gründlich und respektvoll beraten, mahnt von Schönfels. Außerdem gehören dazu die systematische Analyse der Kundenwünsche und -ziele sowie ein Management des Kundenvermögens mit passender Anlagestrategie.

Folglich zählt „Elite Report“ gerade mal zwölf Prozent der 352 untersuchten Vermögenverwalter in Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich und der Schweiz zu den empfehlenswerten Häusern. Diese 43 Vermögensverwalter zeichneten der „Elite Report“ und das Handelsblatt als Medienpartner am Montagabend bei einem feierlichen Empfang in der Münchener Residenz mit rund 200 geladenen Gästen aus.

Die besten Vermögensverwalter für den deutschsprachigen Raum hat „Elite Report“ zum 15. Mal in einem ganzheitlichen Bewertungsverfahren herausgefiltert: Das Team analysierte rund 800 Depots im Gesamtwert eines zweistelligen Milliarden-Euro-Betrages. Bewertet werden neben der Performance die Beständigkeit und Widerstandskraft gegen Wertschwankungen. Die Experten werteten 500 Fälle von 100 anonymen Testern aus, machten Vermögensausschreibungen und prüften Firmenbilanzen. 41 Qualitätskriterien entscheiden darüber, wer ausgezeichnet wird.


Ganz oben auf dem Treppchen stehen in diesem Jahr zehn Sieger nach Punkten. Die meisten von ihnen gewinnen diese Auszeichnung zum wiederholten Mal. Wer sich im harten Wettbewerb behaupten kann und es regelmäßig an die Spitze schafft, „gehört zu den Besten“, erklärt von Schönfels das stabile Ergebnis des Ranking.

Zum 15. Mal in Folge erreicht die Hamburger Sparkasse die Höchstpunktzahl im Ranking - in diesem Jahr sind es 655 Punkte. Die inzwischen französisch-deutsche Bank Oddo BHF schafft zum zwölften Mal die höchste Punktzahl, die Hamburger Privatbank Berenberg zum neunten Mal. Ebenfalls wiederholt ausgezeichnet wird die BLB aus Bremen, die mit der NordLB fusioniert hat, die zur Unicredit gehörende Schoellerbank aus Österreich, die Signal-Iduna-Tochter Donner & Reuschel und die Deutsche-Bank-Tochter Deutsche Oppenheim Family Office.

Zum zweiten Mal ausgezeichnet werden die LGT Bank der Fürstenfamilie aus Liechtenstein und die Schweizer Bank Pictet. Aufgestiegen in den Kreis der Punktsieger ist in diesem Jahr die Fürst Fugger Privatbank aus Augsburg, die mehrheitlich zur Nürnberger Versicherung gehört. Den Tophäusern auf der Spur sind weitere 21 Anbieter, die in der höchsten Kategorie „Summa cum laude“ geehrt werden.