Nächstes Endspiel für ersatzgeschwächte Kölner

In der 2. Runde des DFB-Pokals gewann der 1. FC Köln (r.: Salih Özcan) Ende Oktober gegen Hertha BSC

Zum Abschluss des 13. Bundesliga-Spieltags stehen am Sonntag die Partien Hamburger SV - TSG Hoffenheim (ab 15 Uhr im LIVETICKER) und 1. FC Köln gegen Hertha BSC (ab 17.30 Uhr im LIVETICKER) auf dem Programm.

Die Kölner haben in dieser Saison schon  hat ja schon einige "Endspiele" bestritten, doch nie war der Begriff so angemessen wie diesmal. Denn gegen Hertha BSC könnte sich das Schicksal des tief gestürzten Klubs tatsächlich weitgehend entscheiden. Und ausgerechnet jetzt ist Peter Stöger zum Improvisieren gezwungen.

"Irgendwas werden wir schon basteln", sagt der Trainer des Bundesliga-Schlusslichts, und er meint seine Aufstellung. Elf Profis fehlen dem Österreicher für das wichtige Duell, darunter zahlreiche Stützen. Der Einsatz von Leonardo Bittencourt ist zudem fraglich.

Nationalspieler Jonas Hector und Marcel Risse sind schon seit einer Weile keine Option, im Sturm fehlen Simon Zoller und Jhon Cordoba, dazu fällt die komplette Dreierkette in der Abwehr aus: Dominique Heintz und Dominic Maroh sind bis zum Jahresende verletzt, Frederik Sörensen gegen Berlin gelbgesperrt.

Am Samstag meldete sich in Jannes Horn auch einer der letzten verbliebenen Kandidaten für die Innenverteidigung mit einer Schienbeinprellung ab. Es bleibt in Jorge Mere genau ein gelernter Innenverteidiger - ohne viel Spielpraxis.

"Der Kader schmilzt dahin", sagt Torwart Timo Horn, "es ist unfassbar."

Besonders problematisch ist das wegen der Ausgangslage an diesem Wochenende. Hertha sollte vor eigenem Publikum ein Gegner auf Augenhöhe sein, im DFB-Pokal gewannen die Kölner vor einem Monat in Berlin (3:1) - wenn am Sonntag nicht der erste Saisonsieg gelingt, wann dann? Doch nicht nur für die Psyche wäre eine weitere Niederlage fatal: Der Abstand auf den Relegationsplatz könnte auf schon neun Zähler anwachsen.

Gisdol: "Sind zuhause eine Macht"

Der HSV setzt gegen Hoffenheim voll auf den Heimvorteil.

"Wir sind zu Hause eine Macht, wenn wir alles reinwerfen. Da ist es schwer, gegen uns zu bestehen", sagte Trainer Markus Gisdol. In der vergangenen Saison legten die Hamburger den Grundstein für den Klassenerhalt vor heimischen Publikum. In dieser Saison gab es in den bisherigen sechs Heimspielen allerdings lediglich zwei Siege und insgesamt sieben Punkte.

Aaron Hunt erzielte alle drei Tore in den letzten beiden Heimspielen gegen Hoffenheim und bescherte dem HSV mit seinem Doppelpack zum 2:1 am 8. April etwas Luft zu den Abstiegsrängen.