Nächster Tiefschlag - Dow minus 1.000, DAX minus 400

Thomas Bergmann
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"Korrektur Teil 2" stand an den US-Börsen heute auf dem Programm. Binnen weniger Tage verlor der Dow Jones erneut im vierstelligen Bereich. Der Index für die US-Standardwerte brach um 4,2 Prozent oder 1.032 Zähler auf 23.858 Punkte ein; die Verluste im S&P 500 und an der Technologiebörse Nasdaq fielen nicht minder deutlich aus. Die Auswirkungen des Börsenbebens sind auch in Frankfurt zu spüren. Der XDAX notierte zum Handelsende exakt 400 Punkte tiefer als am Vortag.

Zinsangst allerorten

"Die Angst vor steigenden Zinsen hält die Börsen weiterhin im Würgegriff", kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners den zweiten Kurseinbruch an der Wall Street in dieser Woche. Am Montag war der Dow Jones schon einmal um 4,6 Prozent abgestürzt, zeitweise sogar um sechs Prozent oder fast 1.600 Punkte. Die Signale der britischen Notenbank sowie Spekulationen auf eine wachsende US-Staatsverschuldung ließen am Donnerstag die Rendite der zehnjährigen US-Bonds zeitweise auf 2,884 Prozent steigen – nur einen Hauch vom Vierjahreshoch vom Montag entfernt.

Technisch betrachtet hat der Dow Jones bei 24.000 Punkten eine gute Unterstützung. Beim DAX, der im Moment bei 12.130 Punkten taxiert wird, fehlt bis zum signifikanten Support bei 12.000 Zählern auch nicht mehr viel. Es könnte deshalb am Dienstag zu einem neuen Erholungsversuch kommen.

Entscheidend wird sein, wie sich in den nächsten Tagen die Zinsen verhalten. Solange sie steigen, wird es schwer für Dow und Co sich zu erholen. Fundamental betrachtet ist aber vor allem der DAX günstig bewertet, und es werden sicherlich schon einige große Investoren mit den Hufen scharren und auf den richtigen Einstiegszeitpunkt warten.

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Möglicherweise wird DER AKTIONÄR schon am Freitag ein neues Long-Engagement wagen. Mehr dazu in Kürze an dieser Stelle.