Nächster Exit für Maschmeyer: Münchner Proptech Reinvent bringt Millionen ein

Zwei der insgesamt vier Gründer von Reinvent: David Uhde und Julian Stieghorst.
Zwei der insgesamt vier Gründer von Reinvent: David Uhde und Julian Stieghorst.

Eine Software, mit der Architekten, Projektentwickler und Handwerker gemeinsam Immobilien planen und verwalten können: Mit dieser Idee brachten David Uhde und Julian Stieghorst 2016 ihr Startup Reinvent an den Start. Ihr Versprechen an Kunden: Weniger Fehler, bessere Bauausführungen und nicht zuletzt mehr Zeitersparnis. Denn statt mit Excel und Telefon lassen sich Wohnbauten bei Reinvent weitgehend digital organisieren, etwa durch einen 3D-Konfigurator für die Ausstattung der Eigentumswohnung. Alle Parteien bleiben so über den Baufortschritt informiert.

Bremer Großhandelsfirma übernimmt

Investoren sahen früh Potenzial in der Idee. In drei Finanzierungsrunden kam knapp eine Million Euro Risikokapital für das Startup zusammen. Neben dem Hightech-Gründerfonds und Bayern Kapital stieg vor zwei Jahren auch Carsten Maschmeyer mit seinem Fonds Alstin Capital bei Reinvent ein.

Mit Erfolg: Nach Gründerszene-Informationen übernimmt die GC-Gruppe, ein Großhandelsunternehmen für Haustechnik aus Bremen, die Mehrheit am Münchner Proptech. Bis auf die Gründer haben demnach alle Gesellschafter ihre Anteile an die GC-Gruppe veräußert. Laut Handelsregister sind das rund 63 Prozent. Dafür soll ein zweistelliger Millionenbetrag geflossen sein, wie Gründerszene aus Unternehmenskreisen erfuhr. Auf eine Anfrage reagierte das Startup zunächst nicht.

Vierter Exit für Maschmeyer

Von dem Deal erhoffen sich beide Parteien positive Effekte für ihr Kerngeschäft. Während die GC-Gruppe die Software von Reinvent dem Vernehmen nach nutzen will, um etwa Haustechnikern mehr Konfigurationsoptionen bei der Projektplanung zu bieten, setzt das Startup auf neue Impulse bei Vertrieb und Weiterentwicklung der Software. Genaue Kundenzahlen sind nicht bekannt.

Für Investor Carsten Maschmeyer ist Reinvent der vierte Exit in diesem Jahr. Erst vor wenigen Wochen konnte er seine langjährige Beteiligung am Berliner Fintech Orderbird veräußern. Im April wurde zudem bekannt, dass Facebook den Münchner KI-Spezialisten Presize übernimmt – in die ursprünglich aus der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ bekannte Firma hatte Maschmeyer 2020 im Rahmen der Fernsehsendung investiert. Im Januar fand zudem das von ihm mitfinanzierte US-Proptech Tomorrow Me einen Käufer.

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