Nächster BVB-Star sauer auf Dembele

Sollte der Wechsel von Ousmane Dembele zum FC Barcelona scheitern, dürfte ihm eine schwierige Begegnung mit seinen Teamkollegen bei Borussia Dortmund bevorstehen.

Denn wie Gonzalo Castro verraten hat, ist die Mannschaft vom Verhalten des wechselwilligen Franzosen alles andere als begeistert und wird ihm das auch mitteilen.


"Sie dürfen davon ausgehen, dass wir ihm klipp und klar sagen würden, dass so etwas nicht geht und sein Verhalten mannschaftsschädlich ist", sagte Castro der Bild.

Auch Sokratis sauer auf Dembele

Castros Teamkollege Sokratis hatte sich Dembele ebenfalls bereits  zur Brust genommen.

"Ousmane ist ein guter Junge", sagte Sokratis im kicker-Interview: "Er muss aber begreifen, dass kein Spieler größer als die Mannschaft ist. Jeder muss kapieren, dass er für die Mannschaft zu arbeiten und sich einzuordnen hat. Das gilt auch für Ousmane."


Dembele war am vergangenen Donnerstagvormittag erstmals nicht mehr zum Training erschienen und laut BVB-Trainer Peter Bosz auch zunächst nicht zu erreichen.

"Er war immer da, hat eine überragende Saison gehabt. Und dann ist er auf einmal nicht beim Training. Wir waren geschockt, weil das auch für uns neu war. Ich habe so etwas in all den Jahren noch nicht persönlich erlebt", sagte Castro.

Dortmund suspendiert Dembele

Da Dembele versuchte einen Wechsel zum Wunschverein FC Barcelona zu erzwingen, hat Dortmund ihn anschließend suspendiert.

Castro glaubt aber nicht, dass der Offensivspieler die alleinige Schuld an seiner Handlung trifft: "Man darf nicht vergessen, dass er gerade mal 20 ist, und wir wissen nicht, wer hinter seiner Aktion steckt, oder wer ihn leitet. Ich weiß es aus eigener Erfahrung, dass ich mit 20 auch nicht alles alleine entscheiden konnte."


Dennoch sieht Castro eine Gefahr für den Fußball, wenn Dembeles Verhalten zur Norm wird. "Wenn das weiter in diese Richtung geht, dass ein Spieler sagt 'ein anderer Verein will mich und deswegen trainiere ich hier nicht mehr' - das wäre fatal für den Fußball, wenn Spieler einfach machen, was sie wollen", sagte Castro.

Völler: Vereine müssen Stärke zeigen

Um dies zu verhindern, sind laut Leverkusens Sportchef Rudi Völler auch die Vereine gefordert.

"Ob man es mag oder nicht, solche Dinge gehören zum Fußball-Geschäft dazu, und ich befürchte, dass sie in Zukunft noch häufiger vorkommen werden. Da musst du als Verein Stärke zeigen", sagte Völler der Bild.