Nächster Bock von Keeper Zentner! Augsburg siegt in Mainz

Robin Zentner sah vor dem zweiten Gegentor nicht gut aus

Der FC Augsburg lauert weiter auf einen Europapokalplatz. Das Team von Trainer Manuel Baum gewann 3:1 (2:0) beim FSV Mainz 05 und steht mit 22 Punkten glänzend da. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die Mainzer (15 Zähler) müssen hingegen langsam Richtung Tabellenkeller der Bundesliga gucken - auch, weil Torwart Robin Zentner ein folgenschwerer Patzer unterlief. (Tabelle der Bundesliga)

Michael Gregoritsch (22.) traf zur Führung für die Gäste, die zuletzt 2011 in Mainz gewonnen und seither fünf Niederlagen kassiert hatten. 

Alfred Finnbogason legte per Foulelfmeter nach (43.). Zuvor hatte FSV-Torwart Zentner schwer gepatzt: Er ließ den Ball nach einer Flanke durch die Hände rutschen, kam dann gegen den nachsetzenden Gregoritsch zu spät und brachte den Österreicher zu Fall.

Bereits vor rund einem Monat hatte sich Zentner einen kuriosen Bock geleistet: Beim 1:1 in Mönchengladbach verwechselte er den Elfmeterpunkt mit dem Ball, statt des Balles schoss er ein Luftloch. Zum Glück für den Torwart hatte sein Missgeschick damals keine Konsequenzen.

Augsburg überlegen

In der Endphase traf zunächst Gerrit Holtmann (85.) zum Anschluss, ehe Finnbogason (86.) mit seinem achten Saisontor den Schlusspunkt setzte.

Vor 25.037 Zuschauern und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt waren die Rollen in der Anfangsphase schnell verteilt. Die Gäste, die nach den erfolgreichen vergangenen Wochen mit viel Selbstvertrauen angereist waren, zogen sich zunächst etwas zurück und zwangen dem FSV die Spielgestaltung auf.


Die frühe Führung hätten jedoch beide Teams erzielen können: Zunächst traf Danny Latza nur den Pfosten (8.). Auf der anderen Seite scheiterte der Ex-Mainzer Ja-Cheol Koo, der bei der WM 2018 mit Südkorea gegen Deutschland auflaufen könnte, am gut reagierenden Zentner (10.). (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Passive Mainzer Abwehr

Die Gastgeber mussten erneut auf Stürmer Yoshinori Muto (Rückenprobleme) verzichten. Im Vergleich zum 1:2 beim SC Freiburg veränderte FSV-Trainer Sandro Schwarz seine Startelf auf drei Positionen.

Bei den Augsburgern fehlte Mittelfeldspieler Rani Khedira (Oberschenkelprobleme). Nach dem 2:1 gegen den VfL Wolfsburg tauschte Baum insgesamt zwei Spieler aus.

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Gregoritsch hielt sich nach 20 Minuten zunächst an das "Gesetz der Serie" - schließlich war auch in allen vorausgegangenen Duellen beider Teams immer mindestens ein Tor gefallen. Der Österreicher profitierte in der Situation aber vom viel zu passiven Defensivverhalten der 05er, die auch beim unbedrängten Schuss von Erik Thommy nicht gut aussahen (31.).

Die Mainzer ließen sich von dem Rückstand zunächst nicht einschüchtern und spielten aggressiver in Richtung des Augsburger Tors. Dort stand die FCA-Abwehr aber zunächst sicher und vor allem kompakt.

Nach Zentners Patzer und dem darauffolgenden Tor hatte Augsburg die Partie dann aber weitgehend unter Kontrolle.