Nächster Anwärter: Argentinien träumt von Formel-1-Rückkehr

Ruben Zimmermann

Der Formel 1 mangelt es aktuell nicht an Interessenten für neue Rennen. Nun äußert auch Argentinien Interesse an einer Rückkehr der Königsklasse. Gegenüber der 'AS' erklärt Matias Lammens, neuer Minister für Tourismus und Sport, dass Argentinien in Zukunft einige Großevents ins Land holen möchte. In diesem Zusammenhang nennt er explizit auch ein Formel-1-Comeback.

"Für den Sport und den Tourismus in Argentinien wäre das sehr interessant", sagt Lammens und erklärt: "Ich denke, wir können mit einigen privaten Sponsoren arbeiten, um es zu ermöglichen." Für den Staat alleine wäre die Königsklasse wohl zu teuer. Das bis heute letzte Formel-1-Rennen in Argentinien fand 1998 in Buenos Aires statt. Erstmals wurde der Grand Prix bereits 1953 ausgetragen.

Während die Formel 1 in Argentinien seit mehr als 20 Jahren von der Bildfläche verschwunden ist, lockte das Land in den vergangenen Jahren zahlreiche andere große Serien an. So schaffte man es 2014 zum Beispiel, die MotoGP zurück ins Land zu holen. Gefahren wird auf dem Autodromo Termas de Rio Hondo, wo bis 2017 unter anderem auch die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) gastierte.

Aktuell fährt zudem auch die Superbike-Weltmeisterschaft (WSBK) in Argentinien. Diese besucht den Circuito San Juan Villicum. Und auch die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) veranstaltet 2020 wieder einen Lauf in Argentinien. Es bleibt nun abzuwarten, wie realistisch auch eine Rückkehr der Formel 1 tatsächlich ist.

Denn in den vergangenen Jahren kamen immer wieder Spekulationen über ein mögliches Comeback in Buenos Aires auf. Bislang wurde allerdings nie etwas daraus.

Mit Bildmaterial von LAT.