Nächste Pleite: Meier bei Lautern vor dem Aus

Norbert Meier trat beim 1. FC Kaiserslautern am 3. Januar die Nachfolger von Tafun Korkut an

Die Tage von Norbert Meier als Trainer des 1. FC Kaiserslautern sind wohl gezählt. Der viermalige deutsche Meister unterlag am 7. Spieltag der 2. Liga gegen Erzgebirge Aue 0:2 (0:1). Damit bleiben die nach wie vor sieglosen Roten Teufel mit lediglich zwei Punkten Tabellenletzter

(Tabelle der 2. Bundesliga).

Nach SPORT1-Informationen hätte nur ein Sieg gegen Aue Meier den Job sichern können.

"Dass die Gerüchteküche geht, ist nicht so schlimm", meinte Meier nach dem Spiel bei Sky. "Ich mache mir nur Gedanken über das, was mit der Mannschaft zusammenhängt. Alles andere prallt an mir ab", betonte der Coach.

"Ich sage erst einmal nichts zum Trainer", sagte Sportchef Boris Notzon: "Der Vorstand und ich müssen uns erst zusammensetzen und die Situation analysieren."

Vor dem Spiel hatte er noch bei Sky erklärt: "Wir wollen da gemeinsam durch." Zu den Spekulationen über Meiers Aus hatte Notzon gesagt: "Es wird nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird."


Ein Doppelpack von Sören Bertram (30. und 48.) bescherte Aue (zehn Zähler) den ersten Sieg beim FCK (Spielplan und Ergebnisse der 2. Bundesliga).

Die Partie galt als Endspiel für den 58 Jahre alten Meier, der erst Anfang Januar bei den Pfälzern angeheuert und einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison unterschrieben hatte.

Meier erst bedient, dann gefasst

Meier hatte sich zuversichtlich gegeben und betont, der FCK könne die sportliche Krise "nur zusammen lösen".

Nach Spielende ging er zunächst sofort in die Kabine, zeigte sich später aber gefasst. "Wissen Sie, was das Schlimmste ist? Dass ich um Mitternacht Geburtstag habe." Das sei "aber auch das Schöne. Man will den letzten Geburstag, der mit einer 5 anfängt, genießen. Und glauben Sie mir: Ich werde ihn genießen."

Existenz des FCK steht auf dem Spiel

Nachdem die Verantwortlichen im Sommer eine "sorgenfreie Spielzeit" als Ziel ausgegeben hatten, geriet der Coach in den vergangenen Wochen zunehmend unter Druck.

Für den zweimaligen DFB-Pokal-Sieger, der im kommenden Jahr das 20. Jubiläum seiner einmaligen Sensationsmeisterschaft als Aufsteiger feiert, geht es um die Existenz im Profifußball. Die 3. Liga ist für den chronisch klammen Verein wahrscheinlich nicht finanzierbar.

FCK-Torwart Marius Müller sagte: "Das ist traurig für alle hier, für die Fans und die Region. Das ist so erniedrigend, das kannst du dich nur schämen."

Fans pfeifen Rote Teufel aus

Vor lediglich 16.613 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion begannen die Gastgeber nervös. In der Offensive fehlte den verunsicherten Profis jegliche Kreativität. Beim Gegentreffer durch Bertram offenbarte auch die FCK-Abwehr große Schwächen.

Dimitri Nasarow hätte die Führung der Sachsen sogar ausbauen können, traf aber nur den Pfosten (41.). Die Leistung der Pfälzer in der ersten Hälfte war unterirdisch, die Fans machten ihrem Unmut lautstark Luft (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).  


Lautern vorn zu harmlos

Zu Beginn des zweiten Durchgangs setzte Meier alles auf eine Karte. Der Coach brachte Gino Fechner und Stürmer Lukas Spalvis. Die Maßnahme hatte nicht den gewünschten Effeket, im Gegenteil: Bertram traf erneut für die Veilchen.

Danach warf Lautern alles nach vorne, vor dem Tor war die Meier-Elf aber viel zu harmlos.