Die nächste Alzheimer-Enttäuschung: Biotech-Schwergewicht Biogen knickt ein

Marion Schlegel
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Erfolgsmeldungen in der Alzheimer-Forschung sind weiterhin rar gesät. Stattdessen schocken immer wieder neue Hiobsbotschaften die Anleger und natürlich vor allem die hoffenden Patienten. Im vergangenen Jahr beispielsweise hat der US-Konzern Eli Lilly eine schwere Niederlage auf der Suche nach einem Alzheimer-Heilmittel einstecken müssen. In einer Phase-3-Studie verfehlte Solanezumab den primären Endpunkt. Patienten, die damit behandelt wurden, hatten keine statistisch signifikante Verlangsamung beim Rückgang ihrer geistigen Fähigkeiten gezeigt. Die Aktie von Eli Lilly ging daraufhin deutlich in die Knie.

Deutlich nach unten geht es am heutigen Donnerstag auch mit der Aktie von Biogen. Rund vier Prozent verliert das Papier, nachdem das Unternehmen enttäuschende Nachrichten zum Alzheimer-Projekt BAN2401 melden musste. Das Mittel befindet sich im Gegensatz zu Solanezumab allerdings erst in Phase 2 der Erforschung. Die Analyse eines unabhängigen Komitees ergab, dass BAN2401 nicht die Erfolgskriterien erfüllt, um den primären Endpunkt der Studie zu erreichen. Die Phase-2-Studie wird dennoch die vollen geplanten 18 Monate durchlaufen. Die Ergebnisse dieser Studie werden dann in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres erwartet. Zahlreiche Unternehmen forschen fieberhaft an einem wirksamen Mittel gegen Alzheimer. Experten schätzen das Marktpotenzial für Alzheimer-Medikamente auf zweistellige Milliardenbeträge.

Durch den heutigen Kurseinbruch dürfte auch erst einmal die Aufwärtsbewegung der Biogen-Aktie gestoppt sein. DER AKTIONÄR sieht derzeit im Biotech-Sektor klar besser Alternativen. Welche Aktien die großen Gewinner 2018 in der Branche sein könnten, erfahren Sie morgen im exklusiven neuen Biotech-Spezialreport, den Sie am Freitag, 22. Dezember ab 8 Uhr auf www.aktienreports.de herunterladen können.