„Ein Mythos, dass hier nur Reiche leben“: Wie kriegt man eine Wohnung in der HafenCity?

Jürgen Bruns-Berentelg erklärt, wo es bezahlbaren Wohnraum gibt.

Er ist „Mister HafenCity“: Schon seit 2003 lenkt Jürgen Bruns-Berentelg (65) die Geschicke des neuen Stadtteils. Als Chef der HafenCity GmbH ist er für Planung, Grundstücksvergabe und die Werbung für das neue Quartier zuständig. Die MOPO sprach mit ihm über die Kritik an der Architektur und die Chancen, eine bezahlbare Wohnung zu ergattern. Und wie es ihm gelungen ist, die Spinnenplage zu beenden.

MOPO: Sind Sie stolz auf die HafenCity?

Jürgen Bruns-Berentelg: Stolz – das wäre eine nicht-unternehmerische Haltung. Wir sind nämlich dabei, Stadt immer weiter zu erfinden und neue Ansprüche an uns und an andere zu stellen, um die Stadt noch besser zu machen. Stolz verhindert diese Haltung.

Anders gefragt: Was empfinden Sie denn, wenn Sie hier so morgens ins Büro fahren?

Ich verspüre Zufriedenheit vor allem dort, wo man weiß, wie schwer der Weg war, das Ergebnis zu erreichen. Nehmen Sie die Shanghaiallee – eine völlig neue Straße, die einmal 30.000 Fahrzeugbewegungen haben wird. Die Vielfalt der Erdgeschoss-Nutzungen haben sich viele niemals vorstellen können. Eine Befriedigung ist schon da.

Lange Zeit gab es Kritik. Die HafenCity wurde als „seelenlos“, die Gebäude als „Würfelhusten“ beschrieben. Haben Sie das weggesteckt? Waren Sie immer von Ihrem „Baby“ überzeugt?

Ich war immer überzeugt, dass diese Kritik nicht richtig ist. Die Diskussion, wie sich ein Ort in der Wahrnehmung der Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellt, kann durchaus richtig sein. Es wird aber unterschätzt, wie lange Städte brauchen, um sich zu entwickeln. Städte haben oft Jahrhunderte gebraucht, um sich gut zu entwickeln. Und wenn das die HafenCity in 20 oder 30...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo