Mysteriös: Schon wieder stirbt ein russischer Botschafter

Mysteriös: Schon wieder stirbt ein russischer Botschafter

Sudan, USA, Indien, Türkei – Innerhalb von nur wenigen Monaten ist der vierte namhafte russische Botschafter überraschend gestorben.

Mirgayas Shirinsky trieb leblos in einem heimischen Pool in der sudanesischen Hauptstadt Khartum, als er von Angestellten gefunden wurde, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Mann war 1954 geboren, vertrat seit Jahrzehnten russische Interessen und lebte seit vier Jahren im Sudan. Er soll an hohem Blutdruck gelitten und ertrunken sein, berichten lokale Medien.

Vor Shirinsky waren innerhalb von nur acht Monaten bereits drei Kollegen ums Leben gekommen. "Ist das der tödlichste Job der Welt?", fragt der britische "Mirror". Auf der rechten Seite zu bleiben und sich mit lokalen Warlords, Militärbossen, Nachrichtendiensten und dem Putin-Regime gut zu stellen, sei ein Hochseilakt, so das Blatt.

Botschafter Vitaly I. Churkin verstarb vor rund sechs Monaten in seinem Büro in New York, bestätigte die russische Regierung. Wenige Tage später hätte er seinen 65. Geburtstag gefeiert. Er galt als einer der wichtigsten Repräsentanten Russlands und war das dienstälteste Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Im Januar erlag in Indien der russische Botschafter Alexander Kadakin nach kurzer Krankheit im Alter von 68 Jahren einem Herzinfarkt, berichteten indische Medien. Er war einer der populärsten Diplomaten in Indien, so die "Hindustan Times".

Ein russischer Vertreter in der Türkei hingegen starb im vergangenen Dezember als einziger Diplomat offiziell eines unnatürlichen Todes. Andrey G. Karlov war eines der Opfer, das bei dem Terrorangriff in einer Galerie in Ankara von einem türkischen Polizisten erschossen worden war.