Myanmar wehrt sich gegen Genozid-Vorwürfe

Die Vereinten Nationen haben das Vorgehen Myanmars gegen die muslimische Minderheit der Rohingya scharf verurteilt. Ein UN-Vertreter nannte es vor kurzem ein „Paradebeispiel für ethnische Säuberungen.” Diesen Vorwurf hat Myanmar jetzt zurückgewiesen.

Auf der UN-Vollversammlung sagte Myanmars Botschafter Hau Do Suan: „Ich möchte ganz deutlich klarstellen, dass es keine ethnischen Säuberungen, keinen Genozid in unserem Land gibt. Die Führung Myanmars bemüht sich seit langem um die Freiheit und die Rechte der Bevölkerung und hält von solchen Praktiken nichts. Wir werden alles tun, um ethnische Säuberungen und Völkermord zu verhindern.”

Derweil hat die UNO Hilfe für Bangladesch gefordert. Über 430.000 Rohingya sind bereits vor der Gewalt aus Myanmar ins Nachbarland geflohen. Viele haben alles verloren. Da die Flüchtlingslager völlig überfüllt sind, braucht Bangladesch dringend Geld, um neue Unterkünfte zu errichten und die Schutzsuchenden zumindest mit dem Nötigsten zu versorgen.