"My Name Is Prince": Ausstellung in London würdigt verstorbene Poplegende

Ein Assistent präsentiert eine Gitarre von Prince

Schon der Titel ist ein Lied: "My Name Is Prince" lautet die erste Retrospektive zu Ehren des im April 2016 verstorbenen US-Popstars, die am Samstag in London eröffnet. In der O2-Arena sind erstmals auch Exponate aus seinem Anwesen Paisley Park zu sehen. Die Ausstellung, die nach einem Song aus dem Jahr 1972 benannt wurde, soll bis Januar das bewegte Leben des Ausnahmetalents beleuchten.

Zu Lebzeiten des Künstlers bekamen nur wenige Zutritt zu seinem 5.000 Quadratmeter großen Studio-Komplex, den Prince 1987 in einem Vorort von Minneapolis eröffnete. "Es ist das erste Mal, dass wir überhaupt Gegenstände aus Paisley Park herausnehmen", sagt Princes Schwester Tyka Nelson. Ausgestellt werden unter anderem die Gitarre, auf der Prince bei seinem Fernsehdebüt 1980 spielte, sowie die Bühnenoutfits, die er auf seinen Tourneen "Purple Rain" und "LoveSexy" trug.

Zu sehen sind auch ein diamantbesetzter Spazierstock und eine mit Diamanten verzierte Weste sowie Auszeichnungen und handschriftliche Songtexte. Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen die zahlreichen Instrumente des Virtuosen - Prince soll für sein erstes Album alle 27 Instrumente selbst gespielt haben.

Die Zusammenstellung der Ausstellung sei eine große Herausforderung gewesen, sagte Manager Mitch Maguire, da Prince "alles aufbewahrt" habe. "Es gibt so viele Dinge in der Sammlung, dass nur rund zwei Prozent davon tatsächlich ausgestellt werden können", sagte die Archivleiterin von Paisley Park.

Insgesamt 21 Mal trat Prince allein im Jahr 2007 vor der ausverkauften O2-Arena auf. London habe zu seinen Lieblingsstädten gezählt und sei deswegen "der perfekte Ort" für die umfangreiche Hommage, sagte seine Schwester.