Van Gerwen lästert über Wright: "Er erzählt so viel Mist"

SPORT1
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Es war nicht der Abend des Peter Wright.

Der Weltmeister scheiterte in Runde drei der Darts-WM sensationell mit 3:4 am Deutschen Gabriel Clemens. "Snakebite" unterlag dem "German Giant" erst im Entscheidungsleg des siebten Satzes. (Darts-WM von 15. Dezember bis 3. Januar LIVE im TV auf SPORT1, im LIVESTREAM und LIVETICKER)

Während Clemens der größte Erfolg seiner Karriere (und auch für Darts-Deutschland) gelang, landete Titelverteidiger Wright unsanft auf dem Boden der Tatsachen - und sah sich dem Spott des großen Konkurrenten ausgesetzt.

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Van Gerwen: "Passiert, wenn man soviel Mist erzählt"

Michael van Gerwen konnte sich einen Kommentar zum Wright-Aus nicht verkneifen. "Wenn man so viel Mist erzählt, können einem solche Dinge passieren", erklärte "Mighty Mike" nach seinem souveränen Sieg gegen Ricky Evans süffisant. Der Niederländer hatte im Vorjahr das Finale gegen "Snakebite" verloren. (Darts - die wichtigsten Begriffe)

"Wir alle wissen, wie Peter Wright ist. Er erzählt in jedem Interview Unsinn. Kennen Sie ein Interview, in dem er keinen Unsinn erzählt hat? Er redet so nach jedem Sieg und jeder Niederlage. Er sagt nichts Sinnvolles", erklärte van Gerwen. (Spielplan und Ansetzungen: Alle Partien der 3. Runde im Überblick)

Wright habe das eigentlich gar nicht nötig, schließlich sei er ein phänomenaler Spieler, der jedem Gegner Schaden zufügen könne.

Indirekt bedankte sich van Gerwen auch bei Clemens, dass der Industriemechaniker aus Saarwellingen den vielleicht größten Widersacher des Weltranglistenersten aus dem Turnier genommen hat: "Es ist immer gut, wenn ein direkter Konkurrent aus dem Turnier fliegt. Natürlich will man den Konkurrenten gerne selbst ausschalten, aber wenn das jemand anders tut, ist das auch nett. Das nehme ich gerne mit."

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Wright: "Habe es zu leicht genommen"

Und auch Wright selbst äußerte sich zu seiner Niederlage. Und er gab zu, das Spiel nicht ernst genug genommen zu haben. "Kein Spieler hat eine Ausrede, es ist so einfach, dort oben zu spielen. Ich habe es zu leicht genommen und wurde bestraft, also ihr Jungs da draußen, nehmt es nicht zu leicht, nur weil die Zuschauer nicht da sind", erklärte der 50-Jährige.

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Wright hatte im Gegensatz zu Clemens seine Zweitrundenpartie noch vor rund 1000 Zuschauern bestritten, da am Eröffnungstag der Darts-WM im "Ally Pally" noch Zuschauer erlaubt waren.

"Ich habe mich so wohl gefühlt. Es fühlte sich an, als würde ich einfach zu Hause spielen. Es war einfach, zu einfach, und als ich die Doppel treffen wollte, habe ich es einfach nicht geschafft. Ich kann nicht erklären, warum, ich habe es einfach getan", sagte Wright.

Auch der Kommentar zur Auswahl seiner Pfeile legt den Schluss nahe, dass Wright gedanklich schon eine Runde weiter war. "Ich habe mich darauf gefreut, gegen Krzysztof (Ratajski Anm. d. Red.) zu spielen. Deshalb habe ich zu den Diamant-Darts gewechselt", resümierte Wright. Statt des Schotten tritt nun Clemens am Mittwoch gegen den Polen an und kämpft um den Viertelfinaleinzug.