Mutter twittert, dass ihr Geld für ihre Kinder fehlt – die Netzgemeinde übertrifft sich selbst

Mit so viel Liebe auf Twitter hätte eine alleinerziehende Mutter nicht gerechnet. (Symbolbild: Getty Images)

Schullandheim und Ferienbetreuung für drei Kinder – da kommen schnell mal ein paar hundert Euro zusammen. Eine Mutter machte ihrem Frust nun auf Twitter Luft und bekam mehr Unterstützung, als sie sich je vorstellen konnte.

Die Sommermonate bedeuten für viele Eltern, dass sie sich um Freizeitaktivitäten, Ausflüge und Betreuung für ihre Kinder kümmern müssen – und günstig ist das meist nicht.

Auch eine alleinerziehende Mutter stand nun vor der Hürde, innerhalb kurzer Zeit mehrere hundert Euro für Schullandheim-Aufenthalte und die Ferienbetreuung ihrer Kinder aufbringen zu müssen – Geld, das sie nicht hatte.


Obwohl die Twitter-Nutzerin anonym ist und zum Zeitpunkt der Tweet-Veröffentlichung weniger als 300 Follower hatte, schlug ihr Post auf Twitter hohe Wellen. Mehrere hundert Nutzer spendeten für die Kinder der Frau – über 14.000 Euro in drei Tagen.




Wie die Userin auf der Spendenplattform „Leetchi“ erklärt, ist sie 35 Jahre alt und arbeitet in einer 75-Prozent-Stelle als Kinderkrankenschwester. Seit einem Jahr lebt sie getrennt vom Vater ihrer vier Kinder, der nur Mindestunterhalt zahle. Die insgesamt 800 Euro für zwei Schulausflüge – eine Segeltour und eine Alpenüberquerung – sowie die Ferienbetreuung ihrer Kinder könne sie nicht stemmen.

Arm sei sie zwar nicht, dennoch werde das Geld manchmal knapp, gerade bei überraschenden Kosten, erklärt die Mutter gegenüber „Bento“: „Manche finanziellen Sprünge sind nicht drin.“ Mit ihrem Tweet habe sie jedoch nicht betteln, sondern lediglich ihrem Ärger Luft machen wollen. „Ich hatte bis gestern Morgen keine 300 Follower. Da ‚kennt’ man sich. Da motzt man auch mal“, sagt sie.

Zwar habe sie erst gehadert, das Geld anzunehmen, sei dann jedoch über ihren Schatten gesprungen. „Es ist ja eigentlich für die Kids“, erklärt sie gegenüber „Bento“. Auf der Spendenseite zeigt die Mutter ihre Dankbarkeit: „Ich bin wahnsinnig überwältigt. Von der Hilfsbereitschaft. Von der Anteilnahme“, schreibt sie.


Und nicht nur sie ist gerührt: