Mutter trauert um OEZ-Opfer (†14) - "Es tut mir so leid, dass ich dich nicht beschützen konnte!"

Sibel Leyla, die ihren Sohn Can (†14) beim Amoklauf verloren hat, hält bei der Gedenkfeier am neuen Mahnmal am OEZ vor 2.000 Zuhörern eine herzzerreißende Rede.

München - Bei der Gedenkfeier am OEZ sprachen auch zwei Angehörige der neun Todesopfer: Abnor Segashi, der Bruder von Armela (†14) und Sibel Leyla, die Mutter von Can (†14). Die sehr persönlichen Worte rührten die 2.000 Zuhörer zu Tränen. Sibel Leyla wurde von ihren Gefühlen übermannt, eine Mitarbeiterin des Kriseninterventionsteams (KTI) sprach für sie zu Ende.

Die erschütternde Rede im Wortlaut:

"Ich möchte zu allererst meine Worte an meinen Sohn Can richten: Lieber Can, es tut mir so leid, dass ich Dich an diesem Tag nicht beschützen konnte, dass ich Dich nicht vor all dem Leid bewahren konnte, dass Du erleben musstest! Ich empfinde einen unerträglichen Schmerz, wenn ich daran denke, wie alleine und hilflos Du an diesen Tag hier gewesen sein musst.

An dem Tag, als mir mein Sohn entrissen wurde, bin ich zusammengebrochen. An diesem Tag verlor ich auch gleichzeitig mein Leben, unser Leben. Es ist eine nicht enden wollende, übermächtige Dunkelheit über uns gebrochen. Diese Dunkelheit hat uns begraben und hat uns unseres Lebens beraubt.
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