Mutmaßlicher Raser nach Tod von Radfahrerin erneut in Köln vor Gericht

Die Angeklagten und ihre Anwälte vor Gericht

Wegen eines illegalen Autorennens mit einer getöteten Radfahrerin müssen sich seit Mittwoch erneut zwei junge Männer vor dem Kölner Landgericht verantworten. Der Vorwurf lautet auf fahrlässige Tötung, wie das Gericht mitteilte. In einem ersten Prozess waren die heute 24-jährigen Autofahrer zu zwei Jahren beziehungsweise 21 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Der Fall muss nun neu verhandelt werden, nachdem der Bundesgerichtshof im Juli die Strafaussetzung zur Bewährung aufgehoben hatte. Die Höhe der Strafe beanstandeten die Karlsruher Richter jedoch nicht. Für den neuen Prozess sind zunächst zwei weitere Verhandlungstage bis zum 19. Dezember angesetzt.

Die damals 21 und 22 Jahre alten Angeklagten sollen sich im April 2015 in Köln ein Autorennen mit stark überhöhter Geschwindigkeit geliefert haben. In einer Kurve kam der vorausfahrende Angeklagte ins Schleudern.

Sein Wagen erfasste eine auf dem angrenzenden Radweg fahrende 19-jährige Studentin, die drei Tage später ihren schweren Kopfverletzungen erlag. Der Kölner Raserfall machte bundesweit Schlagzeilen und stieß die inzwischen in Kraft getretene Strafverschärfung für Teilnehmer und Organisatoren illegaler Autorennen mit an.