Mutmaßlicher Paris-Attentäter Abdeslam in Belgien zu 20 Jahren Haft verurteilt

Der mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam ist wegen Schüssen auf belgische Polizisten zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Brüssel sprach den französischen Islamisten am Montag wegen terroristisch motivierter Mordversuche schuldig. Es ist das erste Urteil gegen den 28-Jährigen, dem wegen seiner Beteiligung an den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 noch in Frankreich der Prozess gemacht werden soll.

Monate nach den Anschlägen war der international gesuchte Abdeslam im März 2016 in einem Brüsseler Vorort in eine Schießerei verwickelt, bei der mehrere Polizisten verletzt wurden. Deswegen wurde dem Franzosen mit marokkanischen Wurzeln in der belgischen Hauptstadt der Prozess gemacht.

Schuldig gesprochen wurde am Montag auch sein Komplize Sofiane Ayari. Die Staatsanwaltschaft hatte 20 Jahre Haft für beide Angeklagten gefordert, die der Urteilsverkündung fern blieben. Auch Ayari wurde nun zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Abdeslam ist das einzige überlebende Mitglied des Islamistenkommandos, das bei den Pariser Anschlägen vom 13. November 130 Menschen getötet hatten. Für seine Beteiligung an den Pariser Anschlägen wird er sich zu einem späteren Zeitpunkt in Frankreich vor Gericht verantworten müssen.