Mutmaßlicher New-York-Attentäter plädiert vor Gericht auf nicht schuldig

Sayfulla Saipov

Der mutmaßliche New-York-Attentäter hat vor Gericht die Vorwürfe des vielfachen Mordes und versuchten Mordes zurückgewiesen und auf nicht schuldig plädiert. Der 29-jährige Usbeke Sayfulla Saipov erschien am Dienstag (Ortszeit) in einem dunkelblauen Sträflingsanzug und mit Fußfesseln vor einem Bundesgericht in New York. Er ließ seinen Anwalt David Patton für sich sprechen, der mitteilte, dass Saipov sich für unschuldig erkläre.

Saipov hatte am 31. Oktober nach Erkenntnissen der Ermittler mit einem gemieteten Kleintransporter im New Yorker Stadtteil Manhattan acht Menschen getötet und zwölf weitere verletzt. Ein Polizist streckte ihn mit einem Bauchschuss nieder. Saipov bekannte sich zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und gab gegenüber den Ermittlern an, er habe so viele Menschen wie möglich töten wollen.

Die Anklage gegen den 29-Jährigen umfasst 22 Punkte, darunter acht wegen Mordes und zwölf wegen versuchten Mordes. Ihm drohen damit nach Angaben der Staatsanwaltschaft lebenslange Haft oder die Todesstrafe.

Kurz nach dem Attentat hatte US-Präsident Donald Trump die Todesstrafe für Saipov gefordert. Dies wäre voraussichtlich erst nach einem jahrelangen Tauziehen möglich, weil in New York die Todesstrafe nicht vorgesehen ist. So müsste die Regierung in Washington zunächst eine Ausnahmeregelung beschließen.

Saipov lebt seit 2010 in den USA. Er radikalisierte sich nach den vorliegenden Erkenntnissen erst nach der Einreise. Nach Ermittlerangaben zeigte der verheiratete Vater von drei Kindern aus New Jersey nach der Tat keine Reue und forderte sogar, in seinem Krankenhauszimmer solle eine IS-Fahne aufgehängt werden. Saipovs Tat war das schlimmste Attentat in New York seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001.