Mutmaßlicher Messerstecher von Erfurt in Untersuchungshaft

Vier Tage nach seiner Flucht ist der wegen Entführung und versuchten Mordes unter Verdacht stehende mutmaßliche Messerstecher von Erfurt in Untersuchungshaft genommen worden. Dies wurde am Montag von einem Haftrichter angeordnet, wie die Staatsanwaltschaft Erfurt und die Polizei mitteilten. Der 41-Jährige war am Sonntag in Erfurt nach einem Hinweis aus der Bevölkerung festgenommen worden.

Vorher hatte ein Polizeibeamter drei Warnschüsse abgegeben, um die weitere Flucht des Tatverdächtigen zu verhindern. Dabei sei niemand verletzt oder gefährdet worden, versicherten die Ermittler. Vor dem Haftrichter schwieg der Tatverdächtige zu den Vorwürfen.

Er soll am Donnerstag in die Wohnung seiner 34-jährigen Exfreundin eingedrungen sein und sie gezwungen haben, mit ihm zu kommen. Auf der Flucht stach er einen 24-jährigen Passanten nieder, der nicht mehr in Lebensgefahr schwebt. Die Frau wurde leicht verletzt.

Auf der Flucht ließ der Mann seine Exfreundin am Donnerstag in Erfurt frei, wo sie kurze Zeit später von der Polizei aufgegriffen wurde. Da die Fahnder den 41-jährigen auf einem Bahngelände in Erfurt vermuteten, wurde zeitweise der Bahnverkehr unterbrochen.