Mutmaßliche Viehtreiber töten mindestens fünf Menschen in Nigeria

Im Streit um Weiderechte haben bewaffnete Angreifer in Nigeria mindestens fünf Menschen getötet. Bei den Angreifern handele es sich mutmaßlich um Viehtreiber, sagte ein Polizeisprecher

Im Streit um Weiderechte haben bewaffnete Angreifer in Nigeria mindestens fünf Menschen getötet. Bei den Angreifern handele es sich mutmaßlich um Viehtreiber, sagte Polizeisprecher Terna Tyopev am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Männer attackierten demnach mehrere Gemeinden im Bezirk Miango im zentralen Bundesstaat Plateau. Die Vorfälle ereigneten sich bereits am Donnerstag, als sich Staatspräsident Muhammadu Buhari auf einer Reise durch Plateau und andere von Spannungen geprägte Bundesstaaten befand.

Bei den Angriffen wurden laut Polizei auch dutzende Menschen verletzt. Zahlreiche Häuser seien zerstört worden. Örtliche Medien berichteten, unabhängig von den Vorfällen in Miango seien am Freitag im Dorf Ganda im Bezirk Bokkos sechs Menschen von Viehzüchtern getötet worden. Die Polizei konnte dies zunächst nicht bestätigen.

Seit Jahresbeginn haben die Spannungen zwischen nomadischen Viehtreibern und Bauern über Land-, Wasser- und Weiderechte zugenommen. Der Bundesstaat Plateau liegt im sogenannten Middle Belt, welcher den mehrheitlich muslimischen Norden vom überwiegend christlichen Süden des Landes trennt. Die Gegend ist seit langem von ethnischen und religiösen Spannungen geprägt. Präsident Buhari steht unter Druck, die Gewalt zu beenden.